Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Chinas Größenwahn in der Chemie ist riskant

China will einen neuen Megakonzern schaffen. Fusionen führen aber nicht immer zum gewünschten Erfolg – das gilt auch für chinesische Unternehmen.
06.01.2020 - 16:59 Uhr Kommentieren
Die Zusammenlegung der Agrarsparten von Chemchina und Sinochem wird von manchem Beobachter als ein erster Schritt hin zur vollständigen Zusammenlegung gewertet. Quelle: Reuters
Biotechzentrum von Syngenta in Peking

Die Zusammenlegung der Agrarsparten von Chemchina und Sinochem wird von manchem Beobachter als ein erster Schritt hin zur vollständigen Zusammenlegung gewertet.

(Foto: Reuters)

Wer nach China blickt, der dürfte den Eindruck bekommen, dass dort vor allem gilt: je größer, desto besser. Die größten Banken der Welt gibt es im Reich der Mitte bereits, den größten Schienenfahrzeughersteller und den größten Versicherungskonzern sowieso.

Nun schickt sich China auch noch an, das größte Chemieunternehmen der Welt zu schaffen. Die Zusammenlegung der Agrarsparten von Chemchina und Sinochem wird von manchem Beobachter als ein erster Schritt hin zur vollständigen Zusammenlegung der beiden Staatsunternehmen in einem einzigen Unternehmen gewertet.

Die wenigen verbliebenen Wettbewerber auf dem Markt wird das kaum freuen, aber auch aus chinesischer Sicht ist fraglich, ob es so viel Sinn hat, immer größere Unternehmen zu formen, egal in welchem Bereich. Zum einen ist es immer eine Herausforderungen, unterschiedliche Unternehmenskulturen zusammenzuführen und Synergien zu heben. Organisationen müssen neu strukturiert, Managementebenen ausgetauscht werden.

Und selbst, wenn das gelingt, ist nicht garantiert, dass Größe immer auch zum Erfolg führt. Aus Sicht der chinesischen Regierung braucht die heimische Landwirtschaft aufgrund großer Einschränkungen beim Ackerland alle möglichen Mittel, um den Ertrag zu steigern und die wachsende Nachfrage der Bevölkerung zu stillen. Auf fruchtbare Böden werden Unmengen an Düngemitteln eingesetzt.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Grundsätzlich könnte man meinen: Wer groß ist, hat viel Geld und kann deswegen auch viel forschen und billig produzieren. Doch man sollte auch hier die alte ökonomische Faustregel nicht vergessen: je weniger Wettbewerb, desto weniger Innovation. Das gilt vor allem für staatliche Unternehmen, die ohnehin im Allgemeinen anfälliger als privat geführte Unternehmen für Trägheit sind.

    Und so ist am Ende fraglich, ob sich China mit der Zusammenlegung der Agrarchemie einen Gefallen tut.

    Mehr: Die Konzerne Sinochem und Chemchina wollen ihre Aktivitäten in dem Bereich in einer Holding bündeln. Branchenführer Bayer wäre damit überholt.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Chinas Größenwahn in der Chemie ist riskant
    0 Kommentare zu "Kommentar: Chinas Größenwahn in der Chemie ist riskant"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%