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Kommentar Clash der Geschäftsmodelle: Apple und Facebook befinden sich auf Kollisionskurs

Mit dem Betriebssystem iOS 14 spitzt sich der Konflikt zu. Der Streit der Tech-Konzerne wirft aber eine Grundsatzfrage für die gesamte Digitalbranche auf.
31.08.2020 - 18:33 Uhr Kommentieren
iOS 14: Der Konflikt zwischen Apple & Facebook spitzt sich zu Quelle: AP
Facebook-App auf Apple-Smartphone

Apple fragt iPhone- und iPad-Nutzer künftig explizit, ob Apps personenbezogene Daten verwenden dürfen – was Facebook befürchten lässt, dass es den Zugriff auf die Informationen verliert.

(Foto: AP)

Die Worte, mit denen Facebook-Chef Mark Zuckerberg jüngst Apple angegriffen hat, waren für die Geschäftswelt erstaunlich scharf. Der Elektronikhersteller habe die Entwickler, die Programme für iPhone und iPad anbieten wollen, in einem „einzigartigen Würgegriff“, stänkerte der Manager bei einer Mitarbeiterversammlung, deren Inhalte – ob gewollt oder nicht – jüngst an die Öffentlichkeit gelangt sind.

Verwunderlich ist der Ton nicht, befinden sich die beiden Unternehmen doch schon seit Jahren in einem erbitterten Streit. Apple sieht Datenschutz als Alleinstellungsmerkmal im Smartphone-Markt und somit als ein Verkaufsargument für teure Hardware. Facebook dagegen hat das Geschäft auf der Prämisse aufgebaut, dass sich detaillierte Kenntnisse über die Interessen der Nutzer lukrativ vermarkten lassen.

Mit dem neuen Betriebssystem iOS 14 spitzt sich der Konflikt zu: Apple fragt iPhone- und iPad-Nutzer künftig explizit, ob Apps personenbezogene Daten verwenden dürfen – was Facebook befürchten lässt, dass es den Zugriff auf die Informationen verliert, zumindest teilweise.

Die Konfliktlinie verläuft indes durch die ganze Digitalbranche. Alle, die sich mit digitaler Werbung finanzieren, müssen sich dringend Gedanken machen.

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    Ob Datenschutz bei den Kunden zieht, ist offen – es gibt viele Gegenbeispiele, Google und Facebook inklusive, die trotz öffentlicher Kritik beliebt sind. Bei den spendablen Kunden, die Apple adressiert, dürfte die Haltung in Abgrenzung zum Betriebssystem Android aber mindestens dem Image dienen.

    Apple will sich als Datenschützer positionieren

    Gleichzeitig kann sich der Konzern in einer Zeit, in der Regierungen und Regulierungsbehörden die Regeln verschärfen, als „First Mover“ präsentieren. Facebook hilft dabei, den Kontrast zu schärfen: Das Unternehmen steht für das Geschäft mit personalisierter Werbung samt seinen Risiken und Exzessen.

    Nun ist auch Apple in Sachen Datenschutz nicht so vorbildlich, wie der Konzern glauben machen will. So hat er in China auf Geheiß des Regimes VPN-Anwendungen, mit denen Nutzer anonym ins Internet gehen können, aus dem App-Store verbannt. Im Zweifel geht das Geschäft vor.

    So oder so: In den USA und Europa wird sich Apple weiter als oberster Datenschützer des Silicon Valley positionieren. Eine Beschwerde von Facebook schadet da nicht. Zumindest solange nicht der Eindruck entsteht, dass ein Monopolist seine Macht ausnutzt – was aber angesichts anderer Konflikte wie mit dem „Fortnite“-Macher Epic Games nicht ausgeschlossen ist. Auch Facebook-Chef Zuckerberg zielt darauf ab.

    Mehr: Apple und Facebook streiten über die Sammlung von Nutzerdaten

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