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Kommentar Corona entlarvt die Firmen, die nur scheinbar digital sind

Covid-19 verändert das Leben der Menschen und gibt vielen Digitalfirmen derzeit einen Schub. Aber nicht jedes Geschäftsmodell trägt gleichermaßen.
20.04.2020 - 04:22 Uhr Kommentieren
Der Fahrdienstvermittler Uber kündigte milliardenschwere Abschreibungen an und zog seine Prognose zurück. Quelle: dpa
Uber-Büro in Hongkong

Der Fahrdienstvermittler Uber kündigte milliardenschwere Abschreibungen an und zog seine Prognose zurück.

(Foto: dpa)

Die Analyse war ebenso knapp wie hart. „Die meisten Menschen werden nach der Coronakrise erst mal ärmer sein“, sagte Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, vor wenigen Tagen voraus. Das gilt aber kaum für viele Gründer großer Internetkonzerne. Dem Vermögen von Amazon-Chef Jeff Bezos kann die Corona-Pandemie nichts anhaben. Der reichste Mann der Welt ist seit Silvester sogar einige Milliarden Dollar reicher geworden. Keine Aktie konnte sich vom März-Absturz der Börsen so rasant erholen wie die Papiere des weltgrößten Online-Lieferdienstes.

Krise? Welche Krise? Immer mehr zeichnen sich viele Technologiefirmen als vorläufige wirtschaftliche Gewinner der Pandemie ab. So überholte der Streamingdienst Netflix diese Woche erstmals den Traditionskonzern Disney als wertvollstes Medienunternehmen der Welt. Im Schatten von Corona gewinnt damit eine bereits eingeleitete Wachablösung an Fahrt. „Euphorie ist dein Feind“, lautet zwar eines der Bonmots von Investorenlegende Warren Buffett.

Doch viel spricht dafür, dass die Begeisterung der Börse rationaler ist, als viele denken mögen – wenngleich Investoren sorgfältig unterscheiden sollten. Denn Covid-19 ist in erster Linie ein Virus, das die analoge Welt mit voller Wucht trifft. Für die digitale Welt wird Corona dagegen zum Turbolader: Im Homeoffice kommunizieren die Menschen nun über Online-Videokonferenzen, bestellen ihr Essen und neue Schuhe über digitale Lieferdienste und entdecken, dass sich Kinofilme ganz gut auch daheim streamen lassen.

Selbst wenn das normale Leben peu à peu zurückkehrt, werden viele Menschen dies nicht mehr vergessen: Die Digitalisierung bietet – auch und gerade in Krisensituationen – viele Möglichkeiten, die das Leben einfacher machen.

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    Doch Corona entlarvt derzeit auch, welche Firmen sich digital geben, aber es eigentlich nicht wirklich sind. So kündigte der Fahrdienstvermittler Uber bereits milliardenschwere Abschreibungen an und zog seine Prognose zurück. Uber ist im Kern ein Taxigeschäft. Das Unternehmen ähnelt mehr dem Autovermieter Sixt, der jedoch über eine solide Bilanz verfügt.

    Anleger sollten deshalb vorsichtig abwägen. Nur Firmen, deren Herz möglichst komplett in der digitalen Welt schlägt, sind von den wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 wenig betroffen. Das dürfte dafür sorgen, dass Netflix & Co. gestärkt aus der Krise hervorgehen. Technologieaktien galten bislang an der Börse als schwankungsanfälliger. Das könnte sich ändern. Große Technologiefirmen wie Google, Facebook und Apple haben das Zeug, an der Börse die sicheren Häfen der Zukunft zu werden.

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