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Kommentar Corona-Krise: Livestreams können Messen nur schwerlich ersetzen

Die Corona-Krise mit zahlreichen Messe-Absagen zeigt: In Zeiten des anonymen Internets ist der persönliche Kontakt wichtig wie nie.
12.03.2020 - 04:11 Uhr Kommentieren
Die Leipziger Buchmesse wurde wegen des Coronavirus abgesagt. Quelle: dpa
Coronavirus

Die Leipziger Buchmesse wurde wegen des Coronavirus abgesagt.

(Foto: dpa)

Oft schon wurden sie totgesagt – die Messen. Im Zeitalter der Digitalisierung hätten sich biedere Branchentreffs überlebt, hieß es. Innovationen lassen sich schließlich auch im Internet präsentieren – das ganze Jahr hindurch statt an wenigen Messetagen. Dass einstigen Messe-Zugpferden wie der Cebit und IAA scharenweise Aussteller und Besucher davonliefen, schien vielen als Beleg für ihre These: Messen sind ein Auslaufmodell.

Nun aber, wo Messen weltweit wegen der Corona-Gefahr reihenweise abgesagt und verschoben werden, ist plötzlich der Aufschrei allerorten groß. Messebauern, Caterern, Hotels, Restaurants, Taxifahrern und Einzelhandel bricht wichtiges Geschäft weg. Allein der deutschen Wirtschaft gehen durch Messeausfälle drei Milliarden Euro verloren, fürchtet der Branchenverband. Von den entgangenen Umsätzen der Aussteller ganz zu schweigen. Auf der Reisemesse ITB sollen zuletzt Geschäfte für sieben Milliarden Euro abgeschlossen worden sein.

Auf einmal wird vielen wieder klar, welch essenzielle Rolle die älteste aller Marketingformen heute noch spielt. Notgedrungen haben Autobauer ihre Neuheiten im Livestream präsentiert statt auf dem Genfer Autosalon. Sicherlich kann das Internet eine Messe kurzzeitig überbrücken. Doch neue Modelle oder Maschinen anfassen und hautnah erleben, dem Geschäftspartner in die Augen schauen, all das lässt sich durch Videochats nur schwerlich ersetzen.

Gerade in Zeiten des anonymen Internets ist persönlicher Kontakt auf Messen wichtiger denn je. Schließlich wird Wirtschaft immer noch von Menschen gemacht. Hinzu kommt: Messen bilden auf kleinem Raum ein breites Spektrum einer Branche ab. Hier können auch kleine Aussteller herausstechen, auf die sonst kein Einkäufer aufmerksam geworden wäre. Nirgendwo sonst lassen sich Innovationen von Wettbewerbern so gut vergleichen. Die Corona-Krise zeigt: Man lernt etwas erst richtig schätzen, wenn es plötzlich nicht mehr da ist.

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