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Kommentar Corona wird zum Katalysator für die Marktbereinigung bei den Fintechs

Die Zeit der Rekord-Investments in junge Finanzfirmen ist vorbei. Jetzt kommt es auf profitable Geschäftsmodelle an.
16.04.2020 - 18:35 Uhr Kommentieren
Junge Finanzfirmen haben Jahre des stürmischen Wachstums hinter sich – jetzt führt die Coronakrise zum Ausleseprozess. Quelle: dpa
Frankfurter Skyline

Junge Finanzfirmen haben Jahre des stürmischen Wachstums hinter sich – jetzt führt die Coronakrise zum Ausleseprozess.

(Foto: dpa)

Im vergangenen Jahr zählten sie zu den Lieblingen der internationalen Investoren: Deutsche Finanz-Start-ups haben rund 1,7 Milliarden Euro von Risikogeldgebern erhalten. Inklusive der Deals auf Kreditbasis und Übernahmen lag das Investitionsvolumen sogar bei mehr als drei Milliarden Euro. Solchen Rekordwerten dürfte die Coronakrise ein jähes Ende setzen.

Für die Start-ups bedeutet das: Wer im vergangenen Jahr keinen ausreichenden Finanzpuffer aufgebaut hat, könnte nun schnell in Existenznot geraten. Besonders hart dürfte es jene treffen, die in diesem Jahr zum ersten Mal einen großen Investor an Bord holen wollten. Denn statt ihr Kapital in die Breite zu streuen, konzentrieren sich viele Geldgeber nun lieber auf ihre Bestandsinvestments.

Jetzt rächt es sich, wenn sich Gründer allzu sehr auf die Entwicklung eines „coolen“ Produkts konzentriert und das Geldverdienen in die Zukunft verschoben haben. Irgendwann wird das Produkt so gut sein, dass die Kunden dafür zahlen? Irgendwann finanziert es sich über Kooperationen? Die Wartezeit konnten die Firmen bisher mit üppigen Finanzierungsrunden überbrücken. Wenn diese wegfallen, gilt: Wer jetzt noch keine zahlenden Kunden hat, für den wird es eng. Denn in der Wirtschaftskrise sinkt auch die Zahlungsbereitschaft der Kunden.

Schon lange wird in der Branche darüber diskutiert, wann die große Konsolidierungswelle kommt. Schließlich gibt es allein in Deutschland rund 900 Finanz-Start-ups, und ihre Angebote sind teilweise kaum voneinander zu unterscheiden. Das Coronavirus wird diese Welle anstoßen. Denn gerade in schwierigen Zeiten kommt es darauf an, sich für die Kunden unersetzbar zu machen. Nur eine etwas schickere App zu bieten reicht nicht aus.

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    Positiv betrachtet, können Jungunternehmer die Krise auch als Chance sehen. Jetzt können sie zeigen, wie „agil“, also schnell und anpassungsfähig, sie wirklich sind. Und wer sein Geschäftsmodell schnell anpasst, kann vielleicht doch Investoren beeindrucken.

    Mehr: Fintech-Finanzierungen geraten in der Coronakrise ins Stocken.

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