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Kommentar Daimler will Software selbst entwickeln – das ist riskant

Der Autobauer will sich beim vernetzten Auto unabhängiger von Zulieferern machen. Ob das Vorhaben von Daimler-Chef Källenius Erfolg verspricht, ist offen.
25.05.2020 - 14:24 Uhr Kommentieren
Die Hersteller tun sich schwer, das richtige Personal für den digitalen Wandel zu rekrutieren. Quelle: Bloomberg
Mercedes-Werk in Ungarn

Die Hersteller tun sich schwer, das richtige Personal für den digitalen Wandel zu rekrutieren.

(Foto: Bloomberg)

München. Mit der neuen S-Klasse wird Daimler Ende des Jahres wieder Maßstäbe setzen. Zugleich ist das Flaggschiff Marke Mercedes das letzte seiner Art. Denn das Modell wird noch in traditioneller Bauweise gefertigt. Dabei werden bis zu hundert Steuergeräte dezentral miteinander verwoben.

Mit der Weiterentwicklung von Autos zu Smartphones auf Rädern steuert Daimler-Chef Ola Källenius nach der aktuellen S-Klasse aber um. Wie Konkurrent Tesla will er künftig das Potpourri an Steuergeräten in wenigen Zentralcomputern bündeln und diese mit einem eigenen Betriebssystem ausstatten.

Die Folge ist eine drastische Verschiebung der Wertschöpfung in Richtung Software. Der Kostenanteil elektronischer Komponenten wird sich bis 2015 auf 35 Prozent nach Expertenschätzungen mehr als verdoppeln. Mechanische Komponenten verlieren dramatisch an Bedeutung.

Dass Autobauer wie Daimler nun versuchen, mehr und mehr Codezeilen selbst zu schreiben, ist daher folgerichtig. Ob das Erfolg verspricht, ist aber nicht ausgemacht. Zulieferer haben gerade im Softwarebereich mächtig Know-how aufgebaut.

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    Und die jüngste Panne von Volkswagen beim Golf 8 um fehlerhafte Notrufassistenten zeigt, dass die Autobauer im Digitalen längst noch nicht so weit sind, wie sie es gerne sein wollen. Blechbiegen und Motorenbau sind Volkswagen, Daimler und BMW eben immer noch näher als das Programmieren.

    Die Hersteller tun sich auch schwer, das richtige Personal für den digitalen Wandel zu rekrutieren. Von seinen 300.000 Mitarbeitern arbeiten bei Daimler aktuell etwa 4000 an Zukunftstechnologien wie dem Betriebssystem MB.OS. Zum Vergleich: Bosch zählt mittlerweile 30.000 Softwareentwickler in seinen Reihen und baut ein eigenes Softwarehaus auf.

    Masse sagt zwar noch nichts über Klasse aus, aber deutlich erfahrener als die meisten Autobauer sind einige große Zulieferer allemal. Es wäre daher ein Fehler, auf ihre Dienste zu verzichten.

    Mehr: „Windows fürs Auto“: Daimler-Chef sagt Google den Kampf an

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