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Kommentar Darum bedeuten die Apple-Rabatte nichts Gutes

Die Preisnachlässe bei Apple zeigen, dass der Boom endet. Der Smartphone-Hersteller, obwohl hochprofitabel, braucht eine neue Wachstumsstory.  
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Deutsche Kunden bekommen beim Eintausch alter Geräte seit einiger Zeit Rabatte. Quelle: Reuters
Apple-Geschäft in Berlin

Deutsche Kunden bekommen beim Eintausch alter Geräte seit einiger Zeit Rabatte.

(Foto: Reuters)

Die Aktion ist für Apple ungewöhnlich: Der iPhone-Hersteller, bekannt für hohe wie stabile Preise, wirbt seit einigen Wochen mit Rabatten. Auch in Deutschland bekommen Kunden neuerdings beim Eintausch alter Geräte einen deutlichen Nachlass, wie auf der Website prominent angekündigt wird.

Es ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass die sagenhafte Wachstumsstory, mit der Apple jahrelang die Aktionäre begeisterte, am Ende ist. Der Höchststand im Sommer, der dem Konzern zu einer Börsenbewertung von mehr als einer Billion Dollar verhalf, scheint nur noch eine entfernte Erinnerung zu sein.

Der Elektronikhersteller ist hochprofitabel, und daran wird sich so schnell nichts ändern. Trotzdem muss er den Aktionären und Analysten eine wichtige Frage beantworten: Wie will er damit umgehen, dass die Nachfrage für sein wichtigstes Produkt, das iPhone, offenbar sinkt? An der Börse werden schließlich Zukunftserwartungen gehandelt.

Die Rabattaktion kommt nicht von ungefähr: Meldungen von Zulieferern deuten darauf hin, dass der iPhone-Verkauf im Weihnachtsgeschäft deutlich unter den Erwartungen lag. Der Markt wächst kaum noch, das macht sich auch im Premiumsegment bemerkbar. Die Hardware ist ausgereift, spektakuläre Neuerungen fehlen.

Trotzdem hat der Konzern die Preise immer weiter erhöht. Das Spitzenmodell iPhone XS Max kostet bei voller Ausstattung 1.650 Euro. Die hastige Rabattaktion zeigt, dass viele Käufer dies nicht akzeptieren. Genaue Absatzzahlen verschweigt Apple neuerdings.

Was bedeutet das? Das iPhone ist die Eintrittskarte in einen Apple-Klub. Nutzer sollen dort Geld für Musik ausgeben, Kopfhörer und Lautsprecher kaufen. Dieser Klub ist, zugegeben, groß. Allerdings nennt der Konzern keine Kennzahlen, die auf die Stärke dieses Geschäftsmodells schließen lassen. Fehlende Information haben Börsianer nicht gern. Sie sind ein Rezept für fallende Kurse.

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