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Kommentar Das Aufräumen in der Krypto-Branche war längst überfällig

Das US-Justizministerium untersucht Krypto-Manipulationen. Ein wichtiges Signal für institutionelle Investoren, die noch vor Risiken zurückschreckten.
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Was bei Fiat-Währungen – also den bisher üblichen Währungen – nicht erlaubt ist, sollte auch für Kryptoinvestoren Tabu sein. Quelle: Reuters
Kryptowährungen

Was bei Fiat-Währungen – also den bisher üblichen Währungen – nicht erlaubt ist, sollte auch für Kryptoinvestoren Tabu sein.

(Foto: Reuters)

Es ist längst kein Geheimnis mehr auf dem Markt für Kryptowährungen: Bitcoin und Co. sind anfällig für Manipulationen. Immer wieder sind Videos aufgetaucht, in denen Besitzer von gewissen Kryptowährungen zu „Pump-and-Dump-Aktionen“ aufgefordert werden.

Die Besitzer sprechen sich ab, treiben den Preis nach oben und verkaufen dann, wenn sie genug Gewinn gemacht haben. Eine Weile hat ein Twitter-Nutzer die sogenannten „Spoofing-Methoden“ einer Gruppe dokumentiert. Dabei wurden Order im großen Stil zunächst an verschiedenen Börsen platziert und dann wieder storniert.

Das Verhalten wurde viel zu lange toleriert. Daher ist es richtig, dass das US-Justizministerium jetzt aktiv wird. Auch wenn die Untersuchung die Preise von Bitcoin und Co. vorerst weiter drückt – die Behörde tut der Kryptobranche einen Gefallen. Diejenigen, die das Potenzial der Blockchain-Technologie ernsthaft weiterentwickeln wollen, stören sich schon lange an den gierigen Finanzjongleuren, die die digitale Währung als neues, unreguliertes Paradies entdeckt haben.

Welche konkreten Anschuldigungen das Justizministerium bei den Ermittlungen hervorbringen kann, bleibt abzuwarten. Es gibt heute zwar Softwareprogramme, mit denen sich Geschäfte in der verschlüsselten Welt des virtuellen Geldes nachverfolgen lassen. Dennoch wird es schwierig werden, Schuldige zu identifizieren. Die Börsen sind auf der Welt verteilt, einige ermöglichen das anonyme Umwandeln von einer Währung in eine andere.

Doch allein das Signal zählt: Was bei Fiat-Währungen – also den bisher üblichen Währungen – nicht erlaubt ist, sollte auch für Kryptoinvestoren Tabu sein. Denn die kriminelle Energie verhindert das Erwachsenwerden der Branche. Seit Monaten schauen sich institutionelle Investoren das neue Feld an, schrecken aber vor den Risiken zurück. Wenn sich die neureichen Kryptozocker nicht selbst regulieren wollen, müssen es eben andere tun.

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