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Kommentar Das Aus für Dawanda ist ein Weckruf für die deutsche Start-up-Szene

Dass die Bastel-Plattform Dawanda den Betrieb einstellt ist kein Grund zur Trauer. Der Vorgang zeigt aber ein generelles Problem deutscher Start-ups.
02.07.2018 - 18:53 Uhr Kommentieren
Die beiden Dawanda-Gründer hatten noch vor wenigen Monaten schwarze Zahlen verkündet. Quelle: PR
Michael Pütz und Claudia Helming

Die beiden Dawanda-Gründer hatten noch vor wenigen Monaten schwarze Zahlen verkündet.

(Foto: PR)

Mit der Marke Eigenbau ist das Start-up Dawanda zur führenden Onlineplattform für Selbstgemachtes in Deutschland, Österreich und der Schweiz geworden. Doch nun ist überraschend Schluss. Das Wachstum aus eigener Kraft voranzutreiben gelinge nicht, teilten die Betreiber des Marktplatzes mit.

Das Aus von Dawanda kam überraschend. Man muss nicht Trauer tragen, aber es sollte ein Weckruf für Gründer, Investoren und Politiker sein: Deutschlands Chancen in der Digitalwirtschaft liegen nicht im Onlineshopping, sondern in neuen Technologien.

Dawanda empfiehlt Händlern und Kunden den Umzug zur US-Konkurrenz Etsy. Das zeigt einmal mehr: Den mit reichlich Valley-Geld ausgestatteten US-Start-ups haben ihre deutschen Pendants oft nicht viel entgegenzusetzen. Das Geschäft mit den Endkunden, ob soziales Netzwerk oder Marktplatz, haben die USA für sich entschieden.

Daraus müssen Lehren gezogen werden. Statt auf das erprobte Werkzeug Imitation à la Delivery Hero oder Hello Fresh zu setzen, ist es an der Zeit, das deutsche Start-up-Ökosystem zu überdenken. Denn von Berlin bis Böblingen wird vielleicht nicht am nächsten Amazon getüftelt, dafür aber an der Neuerfindung der viel gerühmten deutschen Ingenieurskunst. Es geht um Robotik, die voll automatisierte Fabrik oder künstliche Intelligenz.

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    Damit aus technologisch orientierten Start-ups Weltmarktführer werden, braucht es nicht nur Gründergeist. Es braucht eine Politik, die an vielerlei Standorten die Grund‧lagen für ein funktionierendes Ökosystem legt – vom bezahlbaren Büroraum bis zur Förderung von Gründungen aus Technischen Universitäten heraus.

    Und es braucht Geldgeber, die verstehen, dass Technologie oft mehr Zeit zum Erfolg braucht als ein Marktplatz. Vorbilder gibt es mittlerweile: Zuletzt wurde aus dem Münchener Software-Start-up Celonis ein sogenanntes Einhorn mit einer Bewertung von über einer Milliarde Euro.

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