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Kommentar Das autonome Fahren bleibt nach Ubers Rückzug vorerst ein Zukunftstraum

Der US-Fahrdienst Uber steigt aus der Entwicklung der Technologie aus. Die hat sich trotz großer Hoffnungen als zu teuer und aufwendig herausgestellt.
08.12.2020 - 16:15 Uhr Kommentieren
Der Optimismus ist verflogen. Quelle: dpa
Selbstfahrender Uber-Wagen

Der Optimismus ist verflogen.

(Foto: dpa)

Für Travis Kalanick war es eine „existenzielle“ Herausforderung. Der Uber-Gründer war stets fest von der Bedeutung des autonomen Fahrens überzeugt. Die Technologie war aus seiner Sicht ein unverzichtbarer Schritt hin zum Plattformkonzern, der mit Fahrdiensten und Roboterautos die Welt befördern würde. Die Zukunftshoffnung fand 2016 ihren Höhepunkt, als Uber mit großem PR-Aufwand seine Flotte von selbstfahrenden Autos auf den Alltagsverkehr von Pittsburgh los ließ.

Doch dann kam alles anders. Ein Uber-Roboterauto überfuhr eine Passantin und verletzte sie tödlich. Nach zahlreichen Skandalen und Vorwürfen sexueller Belästigung wurde Kalanick aus dem Unternehmen entfernt. Die negativen Schlagzeilen wollten nicht abreißen.

Jetzt trennt sich Uber von seiner Advanced Technologies Group (ATG), die sich um das autonome Fahren kümmerte. Der Konzern legt sogar noch 400 Millionen Dollar drauf, um dafür einen Anteil von 26 Prozent an dem Start-up Aurora zu erhalten. Nichts wie weg, das ist die Botschaft, die man daraus liest.

Der Strategieschwenk mag für Uber schmerzvoll sein, ist aber der richtige Schritt. Zum einen ist der Optimismus der alten Tage verschwunden. Das sogenannte Level 5-Fahren liegt weiter in der Zukunft als angenommen. Selbst Elon Musk, Tesla-Chef und notorischer Optimist, sieht erst in zehn Jahren alle neuproduzierte Fahrzeugte mit vollständig autonomer Fahrtechnik ausgerüstet. Für den rastlosen Milliardär ist das eine außergewöhnlich lange Zeitspanne.

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    Es gibt diverse technische Probleme, aber das größte ist das Geld. Die Uber-Sparte ATG schrieb tiefrote Zahlen, im jüngsten Quartal waren es 104 Millionen US-Dollar – bei einem Umsatz von nur 25 Millionen Dollar. Das Produkt kommerziell zu nutzen erweist sich als nicht ganz so einfach.

    Ubers neue Strategie macht mehr Sinn

    Der Abschied von autonomer Fahrtechnik untermauert die Strategie von Firmenchef Dara Khosrowshahi: sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Die Bemühungen um elektrische Fahrräder oder fliegende Autos wurden verkauft oder zurückgefahren, das Labor für Künstliche Intelligenz oder der „Brutkasten für Produktideen“ aufgelöst.

    Dem Kunden von Uber ist es am Ende egal, ob er von einem Menschen oder einem Roboter gefahren wird oder nicht – solange die Fahrt genauso sicher und komfortabel ist. Uber ist eben keine Plattform für Transportlösungen, sondern ein Fahrdienst. Das Geschäftsmodell mit Essenslieferungen zu erweitern, wie Khosrowshahi es derzeit vorantreibt, macht da mehr Sinn.

    Mehr: Uber steigt aus Roboterwagen-Entwicklung aus

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