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Kommentar Das beste Szenario für die Märkte wäre ein klares Wahlergebnis in den USA

Der Stopp der Verhandlungen um das US-Konjunkturpaket verunsichert die Börsen. Mit Blick auf die US-Wahlen kommt es mehr denn je auf klare Verhältnisse an.
08.10.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Am 3. November entscheiden die Amerikaner über ihren neuen Präsidenten. Parallel werden auch die Mitglieder des Repräsentantenhauses und ein Teil des Senats neu gewählt. Quelle: imago images/ZUMA Wire
Wahlduell

Am 3. November entscheiden die Amerikaner über ihren neuen Präsidenten. Parallel werden auch die Mitglieder des Repräsentantenhauses und ein Teil des Senats neu gewählt.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Frankfurt In den USA schwinden die Chancen für ein neues Konjunkturpaket noch vor den nächsten Wahlen. US-Präsident Trump hat seine republikanischen Parteigenossen angewiesen, die Verhandlungen abzubrechen. Obwohl sich die meisten Experten einig sind, dass die US-Wirtschaft weitere Hilfen braucht, herrscht damit bis zum Wahltermin am 3. November aller Voraussicht nach Stillstand.

Das Hickhack zeigt einmal mehr, wie wichtig klare Mehrheitsverhältnisse bei den kommenden US-Wahlen sind. Für die Märkte dürfte das in den nächsten Wochen sogar noch entscheidender sein als die Frage, wer gewinnt.

Es geht darum, ob nach der Wahl klare Verhältnisse herrschen. Ob sich ein möglicher Präsident Joe Biden auf eine Mehrheit seiner Partei in beiden Kammern des US-Kongresses stützen kann – oder im umgekehrten Fall Amtsinhaber Donald Trump. Natürlich sehen viele Investoren Trumps Steuersenkungen für Unternehmen und seine Politik der Deregulierung positiv.

Sie fürchten, dass Biden diesen Kurs rückgängig machen könnte. Bedeutender ist aktuell aber die Angst vor einem chaotischen Wahlausgang und vor politischer Blockade. Sollte das Wahlergebnis nicht direkt nach der Abstimmung feststehen, droht ein langes Hickhack, was dazu führen würde, dass Investoren Risiken meiden und Kursverluste drohen. Gibt es hingegen schnell einen klaren Sieger, wäre die schon lange schwelende Unsicherheit gebannt – was für Erleichterung sorgen sollte.

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    Das gilt insbesondere dann, wenn sich der Sieger der Präsidentschaftswahl auch auf eine Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus stützen kann. Er könnte dann mit einer eigenen Mehrheit Gesetze durch den Kongress bringen. Das würde die Chancen für ein großes Konjunkturpaket beträchtlich erhöhen.

    In der Vergangenheit haben Experten oft argumentiert, dass es vorteilhaft wäre, wenn der jeweilige Präsident keine Mehrheit im Kongress hat. Denn Senat und Repräsentantenhaus könnten dann besser als eine Art Korrektiv wirken. Angesichts der extrem verhärteten politischen Fronten in den USA besteht aktuell aber eher Gefahr, dass sich beide Seiten dann gegenseitig blockieren.

    Das beste Szenario für die Märkte wäre daher aller Voraussicht nach ein klares Wahlergebnis. Selbst wenn Joe Biden im Fall eines Wahlsiegs Steuern erhöhen sollte, wäre das wohl eher zu verschmerzen als eine lange Phase der Unsicherheit.

    Mehr: Fed-Chef Powell warnt vor wirtschaftlicher Abwärtsspirale.

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