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Kommentar Das Chaos im Weißen Haus wird zu Trumps Schwachstelle

Schon wieder hat Donald Trump wichtige Mitarbeiter entlassen. Mögliche Nachfolger zögern oder sagen ab. Das dürfte den Wahlkampf für 2020 erschweren.
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Der US-Präsident hat sich von seinem Stabschef und dem Innenminister getrennt. Quelle: AFP
Donald Trump

Der US-Präsident hat sich von seinem Stabschef und dem Innenminister getrennt.

(Foto: AFP)

New YorkEs dreht sich wieder, das Personalkarussell von US-Präsident Donald Trump. Dieses Mal tauscht er Innenminister Ryan Zinke und Stabschef John Kelly aus.

Zinke muss gehen, weil er in seinen knapp zwei Jahren im Amt 15 Untersuchungen ausgelöst hat, von Interessenkonflikten bis zum Missbrauch von Steuergeldern. Eine dieser Untersuchungen beschäftigt nun auch das Justizministerium, und damit wird Zinke untragbar für Trump.

Kelly dagegen war mit seinem Hang zu Ordnung und Disziplin auf Dauer schlicht zu streng für den erratisch und impulsiv handelnden Präsidenten. Am Ende, so verlautet es aus dem Weißen Haus, hätten sich die beiden nichts mehr zu sagen gehabt.

Stil und Inhalt von Trumps Politik dürften sich aber auch nach den Wechseln kaum verändern. Der Präsident wollte die Personalfragen möglichst schnell geklärt haben und hat wie gewohnt eher spontan entschieden. Zinke wird wohl von seinem Stellvertreter David Bernhardt ersetzt, einem früheren Lobbyisten der Öl- und Gasindustrie.

Neuer Stabschef ist Mick Mulvaney, der bislang die Budget-Behörde und ein Verbraucherschutzbüro der Regierung leitete. Mulvaney verließ eine bereits seit Längerem angesetzte Besprechung mit Trump mit einer großen Beförderung.

Dass der ehrgeizige Republikaner Mulvaney wie sein Vorgänger unerbittlich daran arbeiten wird, das Chaos im Weißen Haus einzudämmen, gilt als unwahrscheinlich. Trump mag ihn auch oder vor allem, weil er wenig Kontra gibt.

Eine Sache sollte Trump jedoch zu denken geben: Bevor er Mulvaney beförderte, hatten ihm mehrere prominentere Kandidaten abgesagt. Zu riskant scheint es in diesen Tagen für viele, sich in den inneren Machtzirkel des Weißen Hauses zu begeben. Für einen Präsidenten, der sich langsam, aber sicher auf die nächste Wahl im Jahr 2020 vorbereitet und vermutlich noch eine ganze Reihe von weiteren Positionen neu besetzen wird, ist das ein Zeichen von Schwäche.

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