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Kommentar Das Coronavirus trifft die US-Wirtschaft weniger als die deutsche

Die Furcht vor dem Coronavirus belasten die Aussichten für die Konjunktur in Deutschland. Dagegen könnten die USA zeitweise sogar profitieren.
18.02.2020 - 13:42 Uhr Kommentieren
Seit Jahresbeginn sind die Zinsen für US-Staatsanleihen deutlich gefallen. Das dürfte das Wachstum der amerikanischen Wirtschaft stützen. Quelle: dpa
US-Wirtschaft ist weniger anfällig

Seit Jahresbeginn sind die Zinsen für US-Staatsanleihen deutlich gefallen. Das dürfte das Wachstum der amerikanischen Wirtschaft stützen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Furcht vor dem Coronavirus schlägt sich deutlich auf die auf die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland nieder. Das zeigt der deutliche Rückgang des ZEW-Index am Dienstag. Noch ist ungewiss, wie stark sich das auf die Weltwirtschaft auswirkt. Klar ist aber: Die USA sind davon deutlich weniger betroffen als der Rest der Welt. Sie könnten wirtschaftlich zeitweise sogar profitieren.

Das verdeutlicht bereits der Anleihemarkt. Die Unsicherheit führt dazu, dass Investoren Risiken meiden und Kapital aus anderen Weltregionen abziehen. Das Geld stecken sie in US-Staatsanleihen, die als besonders sicher gelten. Das hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen seit Jahresbeginn von rund 1,9 zeitweise auf rund 1,5 Prozent gefallen ist. Dieses deutlich niedrigere Zinsniveau am Anleihemarkt wirkt sich auch auf die Finanzierungsbedingungen in der Volkswirtschaft insgesamt aus. Das heißt: Konsumenten, Unternehmen und der Staat können sich günstiger finanzieren – was die US-Wirtschaft stützt.

Die Finanzierungsbedingungen verbessern sich also, gleichzeitig leidet die US-Wirtschaft weniger unter den negativen Folgen als andere Länder. Das liegt vor allem daran, dass sie viel weniger mit dem Ausland verflochten ist. Zum Vergleich: In Deutschland machen Exporte etwa die Hälfte der Wirtschaftsleistung aus – in den USA dagegen nur rund zehn Prozent. Gerade die für Deutschland besonders wichtige Automobilbranche ist weltweit besonders stark verflochten und damit anfällig, wenn Lieferketten unterbrochen werden.

Hinzu kommt: Ohnehin prognostizieren viele Ökonomen für Deutschland und den Euroraum dieses Jahr nur ein sehr geringes Wachstum. Angesichts der schwachen Aussichten reicht bereits ein leichter Dämpfer, um wieder die Angst vor einer Rezession zu wecken.

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    Auch diese labile Wirtschaftslage im Euroraum erklärt, warum die USA die Folgen des Coronavirus wirtschaftlich weniger fürchten müssen als Deutschland und andere Länder. Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Wenn die Probleme ausgestanden sind, wird die US-Wirtschaft auch weniger profitieren. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass ein Teil der wirtschaftlichen Einbußen später wieder aufgeholt wird.

    Mehr: Der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft sieht im Coronavirus keinen Grund für ein Konjunkturprogramm.

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