Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Deutschland droht eine tiefe Strukturkrise. Das beste Konjunkturprogramm wäre deshalb jetzt ein schlüssiges Konzept für die Verkehrs- und Energiewende.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • - Nachtrag -

    Was sind darüber hinaus die weiteren Folgen für die BRD und die anderen EU-Staaten, wenn es nun zu Deflation und einer Wirtschaftskrise kommt?
    Aus den kaputt gesparten Ländern der Euro-Südschiene-Peripherie wird aus zunehmendem Geldmangel auch noch ein Großteil des verbliebenen Geldes abgezogen in Richtung Kern der Eurozone (also Deutschland). Da in der Peripherie folglich die Arbeitslosigkeit explodiert, kommt es (dank Personenfreizügigkeit) zu Migrationsbewegungen in Richtung Kern, wo es anfangs noch "besser" ist. In den Kern (BRD) kommen allerdings nicht nur Produktivkräfte aus der Peripherie, sondern auch zahlreiche Menschen, die auch hier keine Arbeit finden - was die ohnehin angeschlagenen sozialen Sicherungssysteme weiter anspannt.
    Global sind die USA mit ihrer WeltLEIDwährung der "Kern", wohin nun das Geld strömt, welches aus der Peripherie abgezogen wird. Und in Richtung des Geldes strömen dann eben auch die Menschen, bzw. erfolgt die Migration - nicht nur aus Lateinamerika in die USA, sondern z.B. eben auch von Afrika nach Europa.

  • Exorbitant ungleich-ausufernde Handelsbilanzen müssen sich einmal ausgleichen.
    Ob zwischen den USA und China oder zwischen Deutschland und anderen EU-Staaten.
    Ich bewundere den Nobert Häring sehr - und ich denke, als Wirtschaftswissenschaftler weiß er auch, wie Deutschland seit dem Euro zu seinen gewaltigen Exportüberschüssen gekommen ist: durch den für die BRD eben viel zu billigen Euro. Insbesondere die PIGS-Staaten waren nun nicht mehr in der Lage, wie zu Lira-, Peso- oder Drachme-Zeiten abzuwerten. Die Unternehmen dort waren nun gegenüber den deutschen nicht mehr konkurrenzfähig. Ganz toll natürlich für die deutschen Exportunternehmen. Die PIGS-Länder konnten sich dafür "dank" Euro billigst verschulden - und deren Bürger sich etwa die deutschen "Premium"-Autos leisten.
    Sowas kann auf Dauer nicht funktionieren, bzw. genauer: Robert Mundells "Theorie optimaler Währungsräume", auf der Euro und Währungsunion basieren, ist gescheitert.

  • @H. d Silva: Niemand will eine Planwirtschaft, aber der einzelne weiß sein Geld besser einzusetzen? Ja nee ist klar. Lieber wählbares Plannungsmismanagement mit Clusterentscheidungsfindung als maximal Distribution. Man stelle sich nur mal die Städteplanung vor oder die Unterentwicklung diverser Regionen.
    Und zum Flughafen:
    Flughafen BER ist, meiner Meinung nach ein Schandfleck für die Politik als auch die Wirtschaft. Auf der einen Seite maximale Ahnungslosigkeit und Hoffnung auf ein Statussymbol, auf der anderenseite maximale Habgier. Warum sonst wurde z.B. minderwertiger Beton verbaut oder nicht frühzeitig auf Planungsfehler hingewiesen. Eine Entrauchungsanlage in den Boden zu verlegen, weil die Schornsteine niht so ästhetisch ausssehen? Man hätte ja mal darauf hinweisen können, dass das unnötig teurer ist und auch nicht so sinnig erscheint. Oder Beispiel Imtech: Wie. man hat nur so ungefähr nach Plan gebaut? Das könnte Schadensersatzforderungen geben? Ab geht es in die Insolvenz.
    So lange das Verhalten aller Einflussgrößen auf eine Wirtschaft sich nicht ändert, wird das Geld egal in welchen Händen im Sande verschwinden.

  • >Es kann nicht auf Dauer funktionieren, dass Deutschland jedes Jahr bis zu acht Prozent seiner Wirtschaftsleistung mehr exportiert als importiert.

    Doch. Weil Deutschland nicht nur Rohstoffe, sondern auch die zur Herstellung der Waren notwendigen Menschen importiert und damit dafür sorgt, dass sich die Menschen in deren Heimatländern die deutschen Waren auch leisten können. Das gilt nicht nur für die EU und die Türkei, sondern auch darüber hinaus dort, wo deutsche Werke stehen.

    Würden Patente, Software und IT-Dienste zu wahren Werten in der Aussenhandeksbilanz auftauchen, sähe diese auch ganz anders aus ....

  • @ H. de Silva
    Nicht immer teile ich Ihre Meinungen und Kommentare.
    Aber diesmal haben Sie in`s Schwarze getroffen.
    Eine Ergänzung zu den Medien:
    Wenn man die Schlagzeilen sieht, hört und liest muß der geneigte Bürger wissen, daß die sogenannten, oftmals selbsternannten, Experten sich gewaltig geirrt haben, denn sonst wäre eine wirtschaftliche Miesere dieser Art nicht eingetreten.
    Wenn aber Abgeordnete, Minister, Chefredakteure, Erzieher usw. unüberlegten Kindergarten-und Schülerparolen mehr folgen, als 2/3 -tel der Bevölkerung , die anderer Meinungen sind, dann hilft kaum noch etwas.

    Viele betreten die Bretter, die die Welt bedeuten
    und merken nicht, dass sie auf dem Holzweg sind.
    Zitat: Heinz Erhardt

  • Wieder einer der Planwirtschaft, Sozialismus und mehr Staat fordert: " entschlossenes, an den langfristigen Notwendigkeiten orientiertes Planen und Handeln der Regierung". Ein Problem lösen will, das uns der Staat erst eingebrockt hat.
    Die Planwirtschaft hat noch nie irgendwo auf der Welt funktioniert und zeigt sich an der Energiewende, die hat uns die höchsten Stromkosten Europas/Weltweit eingebrockt und damit extreme Wettbewerbsnachteile gebracht. Die Negativeinstellung gegenüber der Wirtschaft von Linken (SED), SPD, Grünen und in Teilen der CDU/CSU fühtr dazu, dass der Standort Deutschland immer unattraktiver wird. Hinzu kommt eine der höchsten Steuer- und Abgabenbelastung, im gesamten, der Bevölkerung.
    Wenn dann bei einer Staatsgelenkten Wirtschaft alles so schnell geht wie dem Berliner Flughafen und den anderen Staatsprojekten, dann Gute Nacht Deutschland. Es dauert alles x-mal so lang und wird 10-mal so teuer.
    Wir brauchen wieder mehr Marktwirtschaft, die in den letzten Jahren in vielen Bereichen drastisch eingeschränkt wurde und wir müssen wieder mehr Demokratie und Eigenverantwortung wagen.
    Deshalb drastische Steuersenkungen jetzt, jeder Bürger weis besser als der Staat wo er/sie sein/ihr Geld besser und sinnvoller investiert werden kann.
    Das beste Staatswesen ist ein armer Staat mit reichen Bürgern, Wir haben einen reichen Staat mit 80% armer Bürger, last uns dies umkehren.

  • Das wird mit Frau Merkel nicht möglich sein. Wie sie einmal sagte, regiert sie auf Sicht.

Mehr zu: Kommentar - Das deutsche Erfolgsmodell war weder ökonomisch noch ökologisch durchhaltbar

Serviceangebote