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IAA Frankfurt

Diese Woche läuft die internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt. Am 12. September beginnen die Publikumstage.

(Foto: dpa)

Kommentar Das Format „Messe“ hat Zukunft – aber nicht für jede Branche

Bei der Automobilschau IAA ist der Lack ab. Messen sind aber nur das Spiegelbild der Branchen. Dafür glänzen andere Ausstellungen.
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Bereits zum 68. Mal trifft sich die Autobranche zur Internationalen Automobilausstellung (IAA). Doch bei der Weltleitmesse ist der Lack ab. Die Liste der Absagen großer Hersteller an den Branchenverband VDA als Veranstalter werden jedes Mal länger.

Mehr als 20 Marken fehlen – von Toyota bis Volvo. Andere wie BMW über Mercedes verkleinern den Auftritt deutlich. Lieber präsentieren die Autobauer ihre Neuheiten auf coolen Tech-Festivals wie der CES in Las Vegas oder der SXSW in Texas. Die typischen Automessen haben sich überlebt.

Damit auch eine Krise der deutschen Messewirtschaft auszurufen wäre aber falsch. Im Gegenteil: Das Geschäft brummt. Mit vier Milliarden Euro wurde 2018 ein Rekordumsatz erwirtschaftet.

Messen sind das Schaufenster, aber eben auch das Spiegelbild der ausstellenden Branchen. Sind diese im Umbruch oder überleben sich, so tun dies auch deren Messen. So geschehen bei der Cebit.

Dafür entstehen neue Spezialmessen und Formate, die starken Zulauf haben: etwa die IT-Sicherheitsmesse IT-SA in Nürnberg, die Gamescom in Köln oder die Automechanika in Frankfurt. Die Automechanika ist gerade auch im Ausland sehr erfolgreich.

Deutschlands größte Messe in Frankfurt macht heute mehr als 40 Prozent ihres Geschäfts mit Auslandsablegern. Die sind lukrativ. Denn dort treten die Messen nur als Veranstalter auf. Im Inland haben sie Gelände, die sie gerade mit dreistelligen Millionenbeträgen modernisieren und digitalisieren.
Mit der Finanzkraft der Messeriesen Informa und Reed können die deutschen Messegesellschaften, bei denen Land oder Kommune Miteigentümer sind, nicht mithalten. Die börsennotierten Briten haben auch keinen Auftrag zur regionalen Wirtschaftsförderung. Sie sind reine Veranstalter ohne kostspielige Gelände.

Beide haben sich durch Zukäufe zuletzt stark vergrößert. Viel Geld von Finanzinvestoren ist hineingeflossen. Ein Zeichen, dass auch diese an die Zukunft des Formats Messe glauben.

Mehr: Der SUV-Wahnsinn – Warum die Autoindustrie sehend in eine Falle tappt.

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