Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Das Metro-Management sollte die Übernahmeofferte als Chance begreifen

Der tschechische Milliardär bekennt sich zur Zukunft des Handelskonzerns. Der Vorstand sollte sich nicht gegen eine Übernahme wehren.
Kommentieren
Der Düsseldorfer Großhandelskonzern sollte das Angebot des tschechischen Milliardärs gut überdenken, rät Handelsblatt-Redakteur Florian Kolf. Quelle: Reuters
Metro

Der Düsseldorfer Großhandelskonzern sollte das Angebot des tschechischen Milliardärs gut überdenken, rät Handelsblatt-Redakteur Florian Kolf.

(Foto: Reuters)

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, welch cleverer Geschäftsmann der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky ist, mit seiner Übernahmeofferte für Metro hat er ihn erbracht. Statt zu warten, bis er mit seinen Optionen über die Anteilsschwelle von 30 Prozent kommt und ein Pflichtangebot abgeben muss, hat er eine Woche vor Ablauf der Frist ein freiwilliges Angebot an die Aktionäre gemacht.

Während sich die Höhe des Pflichtangebots am Kurs der vergangenen drei Monate orientieren muss, hat er jetzt größere Freiheiten. Nun kann er nicht zu Unrecht darauf verweisen, dass der Kurs vor seinem Einstieg im August 2018 weit unter dem heutigen Niveau lag.

Und er nutzt die Gunst der Stunde. Etliche Analysten sind skeptisch, was die Entwicklung der Metro angeht. Keine Großbank hat in jüngerer Zeit eine Kaufempfehlung für die Aktie gegeben. Ihre Kursziele liegen deutlich unter den von Kretinsky gebotenen 16 Euro für die Stammaktie. Es gibt Kritik am Verkaufsprozess für die Tochter Real.

So wie es im Moment aussieht, gelingt es Metro nicht, die kompletten Risiken aus diesem Geschäft an den Verkäufer abzugeben. Auch die mangelnde Stärke von Metro, Cashflow aus dem operativen Geschäft zu generieren, wird in Analystenkommentaren kritisiert.

Das ist auch vielen Aktionären nicht verborgen geblieben. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass etliche von ihnen froh sind, jetzt die Gewinne der vergangenen Monate einstreichen zu können. Dazu kommt: Das Großhandelsgeschäft, auf das Metro künftig ausschließlich setzt, ist für viele nur schwer einzuschätzen.

Kretinsky dagegen sieht hier zu Recht ein großes Potenzial. Er will in die Digitalisierung investieren und bekennt sich zur Zukunft der Metro. Von den bisherigen Großaktionären waren solche Bekenntnisse schon lange nicht mehr zu hören. Der Metro-Vorstand sollte dies ebenfalls als Chance begreifen und sich gegen eine Übernahme nicht wehren.

Mehr: Das Management der Metro kritisiert die Offerte des Tschechen, denn sie würde das Unternehmen massiv unterbewerten.

Startseite

Mehr zu: Kommentar - Das Metro-Management sollte die Übernahmeofferte als Chance begreifen

0 Kommentare zu "Kommentar: Das Metro-Management sollte die Übernahmeofferte als Chance begreifen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.