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Kommentar Das neue EU-Prüfverfahren für Autos ist überstürzt eingeführt worden

Das neue Zulassungsverfahren WLTP sollte für Klarheit darüber sorgen, welche Diesel noch in die Innenstädte dürfen. Es sorgt jedoch für Chaos.
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Dicke Luft bei Autobauern – Neues Abgas-Prüfverfahren soll Diesel-Pfusch verhindern

Autokäufer sind verunsichert. Darf der alte Diesel demnächst noch in die Innenstadt? Oder kommt doch das Fahrverbot wegen zu hoher Stickoxidwerte? Das neue Zulassungsverfahren WLTP sollte in dieser verfahrenen Situation eigentlich für Klarheit sorgen.

Für einen Autokäufer hätte Klarheit so ausgesehen: Für Fahrzeuge, die nach dem neuen WLTP-Standard zertifiziert und für den Straßenverkehr zugelassen sind, kann es keine Fahrverbote mehr in den Städten geben.

Aber genau das schafft das neue Verfahren nicht. Die verschärften Zulassungsbedingungen treten zwar am 1. September dieses Jahres in Kraft. Sie sorgen im Moment aber an erster Stelle für Chaos und Unklarheit. Nicht nur bei den Kunden, sondern gerade auch bei den Herstellern.

Den Autokonzernen läuft die Zeit davon. Sie haben nur noch wenige Wochen, um alle ihre Fahrzeuge gemäß den neuen Zulassungsstandards zertifizieren zu lassen. Schon jetzt ist klar: Das wird nicht mehr jeder Hersteller schaffen.

Kunden bekommen das schon heute zu spüren. Nicht mehr jedes Modell ist erhältlich, Typen mit geringeren Verkaufszahlen werden von den Herstellern aus dem Programm genommen. Nur was wirklich gut läuft, wird zum 1. September bei den Händlern stehen. Anders lässt sich die schwierige Lage nicht mehr in den Griff bekommen.

Die Einführung von WLTP war von der Politik gut gemeint. Die EU-Kommission wollte in Zeiten des Dieselskandals Druck machen und Gesetzeslücken stopfen. Natürlich hätten auch die Autohersteller schneller reagieren können, die Einführung verschärfter Zulassungsstandards hatte sich schon länger abgezeichnet.

Doch es zeigt sich: WLTP ist am Ende überstürzt eingeführt worden. Was bringt es dem Kunden, wenn er nicht mehr das Auto kaufen kann, das er sich eigentlich vorgestellt hatte? Nur ein paar Monate mehr bis zur Einführung von WLTP hätten wahrscheinlich schon gereicht.

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