Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Das sind die Trends aus der NRW-Kommunalwahl

Auch die Stichwahl in den NRW-Städten hat einige Überraschungen gebracht. Die Bundespolitik wird genau hinschauen.
28.09.2020 - 12:37 Uhr Kommentieren
NRW-Kommunalwahl: Analyse und Trends der Stichwahlen Quelle: dpa
Katja Dörner, künftige Oberbürgermeisterin von Bonn

Die Grünen rücken vor – und verändern damit die politische Landschaft.

(Foto: dpa)

Was in den Großstädten passiert, kommt später oft im ganzen Land an. Wie sich in NRW die Parteien darin überboten, den Wählern Wohnraum und Fahrradwege zu versprechen, werden viele Politiker auf Bundesebene darum interessiert beobachtet haben.

Nach der Stichwahl schauen sie nun genauso interessiert auf die Farben, in denen sich die politische Landkarte zeigt: Einige weitere Rathäuser werden nun grün geführt, etwa in Aachen und Bonn.

Die Wiederwahl der grün-schwarzen Kandidatin in Köln ist keine große Überraschung. Dass in Wuppertal ein Grüner mit Unterstützung der CDU gegen den Amtsinhaber von der SPD gewann, ist aber schon bemerkenswert.

Vier große Trends der NRW-Kommunalwahl lassen sich gut erkennen:

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    1. Die Volksparteien wackeln.
      SPD und CDU schaffen es oft nicht mehr, einen Kandidaten im ersten Wahlgang durchzubringen. Die Stichwahl wird zum Normalfall. In NRW sind viele Wähler traditionell katholisch-konservativ und damit CDU-nah oder fühlen sich als Arbeiter der SPD zugehörig. Aber diese Bindungen lösen sich langsam auf.
    2. In vielen Städten reagieren die Parteien sehr pragmatisch:
      Sie schließen von vornherein Bündnisse, um gemeinsam einen Kandidaten ins Rennen zu schicken – und sie sind damit erfolgreich. Wenn der Kandidat der richtige ist, bestrafen die Wähler es zumindest nicht, dass ihre Partei mit einer anderen gemeinsame Sache macht. Das ist durchaus bemerkenswert: Auf Bundes- und Landesebene gilt es schon lange als unmodern, sich vor einer Wahl zu verbandeln.
    3. Die Grünen rücken weiter vor.
      Dass sich die Partei an Landesregierungen beteiligt und in Baden-Württemberg den Ministerpräsidenten stellt, daran hat sich die Republik gewöhnt. Nun macht die Partei weitere Fortschritte darin, ihre Machtbasis auszudehnen. In Köln und Bonn haben die Grünen nicht nur ihre Kandidatinnen durchgesetzt, sie stellen auch jeweils die größte Ratsfraktion. Dort hat die Partei neue Gelegenheiten zu zeigen, wie grün geführtes Regieren aussieht.
    4. Die Stärke der Grünen macht das Regieren leichter:
      In vielen Stadträten hat die größte Fraktion die Wahl unter verschiedenen Koalitionspartnern, um zu einer stabilen Mehrheit zu kommen. Es gibt also keinen Zwang zur Großen Koalition, keine komplizierten Drei-Parteien-Konstellationen und keinen Druck, mit Extremisten zusammenzuarbeiten.

    Mehr: Warum es Wissenschaftler Schneidewind gefällt, Teil eines grün-schwarzen Polit-Labors zu sein

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Das sind die Trends aus der NRW-Kommunalwahl
    0 Kommentare zu "Kommentar: Das sind die Trends aus der NRW-Kommunalwahl"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%