Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Das Teilabkommen im Handelsstreit ist ein Fortschritt, aber kein Durchbruch

Donald Trump hat mit seinem aggressiven Kurs in Peking mehr erreicht als mancher Präsident vor ihm. Am Ziel ist er aber noch lange nicht.
13.12.2019 - 20:34 Uhr Kommentieren
Wie geht es nach der Einigung auf ein Teilabkommen zwischen den USA und China weiter? Quelle: Reuters
Der Deal steht

Wie geht es nach der Einigung auf ein Teilabkommen zwischen den USA und China weiter?

(Foto: Reuters)

Phase eins ist abgeschlossen – immerhin. Es ist nicht der „größte Handelsdeal aller Zeiten“, wie von Donald Trump versprochen. Aber es ist die Verhinderung einer weiteren Eskalation. Allein das ist in diesen Zeiten eine positive Nachricht – das zeigt auch die zunächst euphorische Reaktion der Märkte.

Die Details des Abkommens liegen noch nicht vor. Die Tatsache allerdings, dass neben dem Verzicht auf weitere und den Abbau bestehender Strafzölle sowie den Kauf landwirtschaftlicher US-Produkte weitere Themen Bestandteil des Deals sein sollen, ist ermutigend. Die Chinesen sollen einen besseren Schutz geistigen Eigentums verspochen und auch Zugeständnisse in der Währungspolitik gemacht haben.

Die wirklich großen Streitpunkte, wie die Diskriminierung ausländischer Investoren insgesamt und die massive Subventionierung der Staatsunternehmen, sind für die Phase zwei aufgehoben.

Dass es nach den schwierigen Verhandlungen dann doch noch zu einem Minimalkonsens gereicht hat, ist letztlich auch dem wachsenden ökonomischen Druck auf beiden Seiten zu verdanken. Vor allem für China, das jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von deutlich mehr als einer halben Billion Dollar in die USA exportiert, steht in diesem Handelsstreit viel auf dem Spiel.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Doch auch die amerikanische Volkswirtschaft leidet zunehmend unter dem epochalen Konflikt. Auch wenn die harten Daten noch sehr robust aussehen sinken die Stimmungsindikatoren in der Industrie – und zwar in einer Geschwindigkeit, dass der US-Präsident im kommenden Jahr Probleme haben könnte, kurz vor der Wahl das Bild einer tadellosen Wirtschaft zu zeichnen.

    Keine „Trump-Steuer“ auf iPhones

    Wären die Phase-eins-Verhandlungen gescheitert, hätten die USA ab Montag Strafzölle in Höhe von 15 Prozent auf chinesische Konsumgüter wie Laptops und Smartphones erhoben – Gesamtwert 150 Milliarden Dollar.

    Trump ist Instinktpolitiker genug, um zu wissen, dass es die Amerikaner ihm kaum danken würden, müssten sie kurz vor Weihnachten auf ihre in China produzierten iPhones plötzlich 15 Prozent draufzahlen – eine „Trump-Steuer“ gewissermaßen.

    Phase eins ist also abgeschlossen. Auch Donald Trump dürfte bewusst sein, dass er mit dem zusätzlichen Verkauf von Soja das Handelsdefizit in Höhe von 420 Milliarden Dollar kaum beseitigen kann.

    Fakt ist aber auch: Der Präsident scheint mit seinem aggressiven Kurs gegenüber Peking einiges zu erreichen – mehr jedenfalls als viele Präsidenten vor ihm. Davon könnte am Ende sogar auch Europa profitieren. Bringt Trump jetzt auch noch Phase zwei durch, werden seine Anhänger ihm ein Denkmal bauen.

    Mehr: Mit seinen Strafzöllen will Donald Trump Unternehmen in die USA locken. Doch diese Strategie geht nicht auf, wie Umfragen in Europa und den USA zeigen.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Das Teilabkommen im Handelsstreit ist ein Fortschritt, aber kein Durchbruch
    0 Kommentare zu "Kommentar: Das Teilabkommen im Handelsstreit ist ein Fortschritt, aber kein Durchbruch"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%