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Kommentar Das Trump-Risiko für den Dollar

Wenn Donald Trump im November als US-Präsident wiedergewählt wird, ist das ein Risiko für den US-Dollar. Das sollten Anleger nicht unterschätzen.
04.02.2020 - 17:29 Uhr Kommentieren
Der US-Präsident hat gute Chancen, wiedergewählt zu werden. Quelle: dpa
Donald Trump

Der US-Präsident hat gute Chancen, wiedergewählt zu werden.

(Foto: dpa)

Viele Experten sind seit einiger Zeit pessimistisch für den US-Dollar. Sie verweisen auf dessen hohe Bewertung, die Risiken für die US-Wirtschaft und Sorgen um die Unabhängigkeit der amerikanischen Notenbank. Dennoch hat der Dollar seit Jahresbeginn im Vergleich zum Euro weiter zugelegt. Das größte Risiko für den Aufwärtstrend ist jedoch ein anderes: eine Wiederwahl Donald Trumps bei den US-Wahlen im November.

Die Commerzbank warnt: „Der Markt unterschätzt Trump.“ Auch Pimco-Chefökonom Joachim Fels erwartet eine Abwertung des Dollars, sollte der bisherige Amtsinhaber bestätigt werden. Schließlich hat Trump immer wieder klargemacht, dass er sich einen schwächeren Dollar wünscht. Die Logik ist ähnlich wie in der Zollpolitik: Ein schwacher Dollar begünstigt amerikanische Exporte und macht Importe aus dem Ausland in den USA teurer.

Bislang ist es Trump jedoch nicht gelungen, den Dollar-Kurs zu drücken. Seine Versuche scheiterten vor allem daran, dass sich die US-Notenbank Fed von ihm nicht in die Geldpolitik hineinreden lässt. Das würde sich jedoch aller Voraussicht nach ändern, wenn Trump wiedergewählt wird und die Republikaner im Kongress eine Mehrheit erreichen. In diesem Fall könnte Trump stärker auf Personalentscheidungen der Fed einwirken.

Zuletzt hat er bereits versucht, die US-Notenbank auf Linie zu bringen. Mit Judy Shelton hat er eine Kandidatin für ihr Führungsgremium vorgeschlagen, die ihm politisch nahesteht. Sie ist früher dafür eingetreten, den Dollar wieder ans Gold zu binden, und fordert jetzt drastisch niedrigere Zinsen. Im Falle einer Wiederwahl wären Trumps Einflussmöglichkeiten auf die Fed noch wesentlich größer, weil die Amtszeit des bisherigen Fed-Chefs Jerome Powell knapp ein Jahr nach den Wahlen ausläuft. Trump könnte einen Nachfolger bestimmen, der bereit ist, die von ihm gewünschte Geldpolitik umzusetzen.

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    Selbst wenn die Gegner eines solchen Kurses in der Fed die Mehrheit behalten, würden sich die Kräfteverhältnisse verschieben. Die Unabhängigkeit der Fed wäre viel stärker in Gefahr als jetzt. Angesichts von Trumps Umfragewerten ist ein solches Szenario durchaus möglich. Im Dollar-Kurs spiegelt sich dieses Risiko aber bisher nicht wider.

    Mehr: Die Fed sieht keinen Handlungsdruck auf der Zinsseite. Doch mit ihrer erhöhten Sensibilität bei der Entwicklung der Aktienkurse hat sie ins Schwarze getroffen.

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