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Kommentar Dem BMW-Chef muss die Elektro-Wende gelingen

Oliver Zipse hat für alle Modelle des Konzerns eine neue technische Architektur angekündigt. Die Entscheidung war überfällig – einfach wird es für BMW aber nicht.
04.11.2020 - 19:02 Uhr Kommentieren
Mit seinem flexiblen Ansatz wollte der BMW-Chef verhindern, dass Werke schlecht ausgelastet sind. Quelle: Reuters
Oliver Zipse

Mit seinem flexiblen Ansatz wollte der BMW-Chef verhindern, dass Werke schlecht ausgelastet sind.

(Foto: Reuters)

Mit Hochdruck bereitet sich die deutsche Autoindustrie auf die Elektromobilität vor. BMW hat nun angekündigt, dass ab 2022 alle vier deutschen Produktionswerke Stromautos bauen werden. Möglich ist das unter anderem, weil der kleinste deutsche Autokonzern sich in der Technik und in der Produktion maximal flexibel aufstellt. Anders als beispielsweise bei Volkswagen kann von jedem Band jedes Modell entweder als Elektro- oder als Verbrennungsmotor laufen.

Das Prinzip war Konzernchef Oliver Zipse bislang wichtig. Der ehemalige Produktionsvorstand bezeichnete kürzlich die „Beschäftigungsprobleme als den Sargnagel der Autoindustrie“. Mit seinem flexiblen Ansatz wollte er verhindern, dass BMW-Werke schlecht ausgelastet sind. Durchhalten kann er diesen Ansatz nicht.

Seine Flexi-Architekturen sind technische und betriebswirtschaftliche Kompromisse. Für einen dominierenden Anteil Elektroautos taugen sie nicht. Das will Zipse nun ändern und kündigt für 2025 eine neue technische Architektur für alle Modelle an, die vornehmlich auf Elektroautos ausgerichtet ist.

Das ist eine richtige Entscheidung, denn der Wechsel auf die Elektromobilität ist mit den Pariser Klimabeschlüssen unumkehrbar. Wie die gesamte Autoindustrie rechnet auch BMW mit einem starken Anstieg der Elektromobilität, vor allem ab 2025. Ob sich der Wechsel auch für BMW rechnet, ist aber eine offene Frage. Den Preis für die Batteriezellen kann der Konzern kaum bestimmen, die kommen von asiatischen Lieferanten.

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    Umso wichtiger ist es jetzt, die richtigen Pflöcke in der technischen Architektur und der Skalierung der Elektromodule zu setzen, die dann nach dem Baukastenprinzip über die gesamte Modellpalette ausgerollt werden.
    Hier kann sich der BMW-Chef kaum Fehler erlauben. Der VW-Konzern kann seine Synergien aus zehn Millionen Autos pro Jahr ziehen, BMW kommt wie Daimler nur auf 2,5 Millionen.

    Gespräche über eine Kooperation in diesem Feld zwischen Daimler und BMW sind bislang im Sande verlaufen. Daimler hat über seinen Großaktionär Geely mittlerweile andere Optionen. Die Geely-Tochter Volvo bietet sich als Kooperationspartner an, um die Kosten für die teuren Komponenten zu drücken.

    BMW wird aber sondieren müssen. Der Konzern baut Elektromotoren und Hybridkomponenten selbst und will in den kommenden Jahren dreißig Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung stecken. Ausgaben, die sich nur mit hohen Absätzen rentieren. Mit Jaguar Land Rover ist ein Partner gefunden. Die Briten haben hohe Stückzahlen, aber wenig Geld. Möglich, dass BMW nicht nur mit Technik aushelfen muss.

    Mehr: China-Boom rettet BMW das Corona-Jahr – Zipse kündigt neue Fahrzeug-Architektur an

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