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Kommentar Den Autobauern bleibt keine Alternative zur Kooperation mit IT-Konzernen

Volkswagen und Amazon wollen gemeinsam die Fabriken vernetzen. Doch Autobauer müssen aufpassen, nicht zu abhängig von den IT-Riesen zu werden.
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Die Hersteller werden nur überleben, wenn sie die Technologie zu einem zentralen Teil ihrer Strategie machen – und das können sie nicht allein. Quelle: dpa
VW-Werk Hannover

Die Hersteller werden nur überleben, wenn sie die Technologie zu einem zentralen Teil ihrer Strategie machen – und das können sie nicht allein.

(Foto: dpa)

Die Ankündigung strotzt vor großen Worten: Es gehe darum, die Zukunft der Autoproduktion neu zu denken, lassen Volkswagen und Amazon wissen. Der Autohersteller und der IT-Konzern wollen im Zuge einer strategischen Partnerschaft Fabriken vernetzen und die Lieferketten überwachen.

Die Investitionen dürften Milliarden von Euro betragen. Die Ambitionen sind verständlich. Elektrische Antriebe, das autonome Fahren und neue Mobilitätsdienste werden die Autoindustrie revolutionieren.

Gleichzeitig ermöglicht IT eine effizientere und intelligentere Produktion. Die Hersteller werden nur überleben, wenn sie die Technologie zu einem zentralen Teil ihrer Strategie machen – und das können sie nicht allein.

Allerdings steigt mit den neuen Partnerschaften die Komplexität erheblich. Die Entwicklung zeichnet sich schon seit einigen Jahren ab: Die Wertschöpfung in der Autoindustrie wird digital. Natürlich ist die Hardware weiter wichtig – und den Bau von Autos beherrschen die Deutschen wie kaum jemand anders.

Allerdings ist die Software künftig im Wettbewerb entscheidend, ob bei intelligenten Fahrassistenten oder Mitfahrplattformen. Trotz Einstellungsoffensiven und „Labs“ können die Unternehmen das nicht alles selbst beherrschen – zu komplex ist die Technologie, zu schnell die Entwicklung, zu teuer die digitale Infrastruktur. Daher haben Volkswagen, Daimler und alle anderen keine Alternative, als mit den IT-Konzernen zu kooperieren.

Das gelingt aber nicht automatisch. IT-Konzerne sind andere Arbeitsweisen gewohnt. Sie sprechen eine andere Sprache und treten so selbstbewusst auf wie die Autofirmen. Ob Einkäufer von VW die Konditionen gegenüber Amazon so diktieren können, wie es bei Zulieferern teils passiert, ist fraglich.

Autohersteller brauchen die Nähe zu IT-Konzernen wie Amazon und Microsoft. Sie dürfen sich aber nicht von ihnen abhängig machen. Der Umgang mit Zulieferern und Kooperationspartnern wird damit für die Hersteller noch komplexer.

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