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Kommentar Der Allianz-Chef geht den einfacheren Weg

Die Allianz-Töchter AGCS und Euler Hermes müssen nicht zwangsläufig fusionieren. Vorstandschef Oliver Bäte geht damit unnötigen Problemen aus dem Weg.
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Der Chef des Dax-Konzerns habe sich mit dem Entschluss für den einfacheren Weg entschieden, meint unser Autor. Quelle: dpa
Allianz-Chef Oliver Bäte

Der Chef des Dax-Konzerns habe sich mit dem Entschluss für den einfacheren Weg entschieden, meint unser Autor.

(Foto: dpa)

Allianz-Chef Oliver Bäte gab im Februar bereits die Richtung vor. Angesprochen auf die seit längerer Zeit darbende Industriesparte AGCS, mahnte er Verbesserungsbedarf an. Gerüchte machten da schon die Runde, wonach die beiden hauseigenen Unternehmensversicherer AGCS und Euler Hermes in Zukunft enger aneinanderrücken könnten.

Was viele zu dieser Zeit als eine klare Tendenz in Richtung einer Fusion des Industrieversicherers mit dem Kreditversicherer deuteten, wird nun auf eine verstärkte Zusammenarbeit beider Töchter bei Produkten und im Endkundengeschäft hinauslaufen. Konkrete Ergebnisse sind in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten.

Synergien lassen sich so ebenfalls zur Genüge heben. Dazu braucht es nicht den schwierigen Weg der Verschmelzung zweier Häuser, die in ihrem Kerngeschäft völlig unterschiedlich ausgerichtet sind. Bei AGCS geht es um Schäden an Industrieanlagen, durch Betriebsunterbrechungen oder durch Feuer. Euler Hermes ist dagegen für die Abwicklung der staatlichen Hermesbürgschaften zur Absicherung des Außenhandels bekannt.

Dass Industriekunden das eine wie das andere brauchen, ist offenkundig. Gemeinsame Ansprechpartner und aufeinander abgestimmte Produktangebote empfehlen sich somit geradezu. Dass es dazu bisher nicht gekommen ist, lag daran, dass Euler Hermes erst seit einem Jahr der Allianz komplett gehört.

Intern trennt beide Häuser aber nach wie vor sehr viel. AGCS erwirtschaftet dreimal so viel Umsatz wie Euler Hermes. Hinzu kommen Zentralen in München und Paris. Management und Belegschaft beider Seiten waren ohnehin von Anfang an nicht von der Idee einer Zwangsheirat angetan.

Es ist also der pragmatischere und sicher auch der einfachere Weg, den die Allianz jetzt geht. Unnötigen Problemen geht Konzernchef Bäte damit aus dem Weg. An anderen Stellen im Haus stehen ohnehin in den kommenden Jahren genügend Veränderungen an.

Mehr: Der Kreditversicherer Euler Hermes wird nicht mit der Allianz-Sparte AGCS fusionieren. Auch ein Kauf der Deutschen-Bank-Tochter DWS rückt in die Ferne.

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