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Kommentar Der Börsengang von Ant Financial ist richtungsweisend

Der Betreiber des Online-Bezahldienstes Alipay wird nicht das letzte chinesische Unternehmen sein, das sein Glück statt in den USA in Hongkong sucht.
21.07.2020 - 17:52 Uhr Kommentieren
Der Finanzkonzern setzt mit seinem Börsengang in der chinesischen Sonderverwaltungszone einen Trend fort. Quelle: Reuters
Ant Financial

Der Finanzkonzern setzt mit seinem Börsengang in der chinesischen Sonderverwaltungszone einen Trend fort.

(Foto: Reuters)

Es könnte der größte Börsengang des Jahres sein, wenn er denn noch in diesem Jahr kommt. Der chinesische Finanzdienstleister Ant Financial will an die Börse gehen. Doch nicht an die New Yorker Börse, wie vor dem Unternehmen schon mehr als 200 chinesische Firmen. Der Betreiber des Online-Bezahldienstes Alipay plant den Gang aufs Parkett in Schanghai und in Hongkong. Zwar ist noch unklar, ab wann genau die Aktien gehandelt werden sollen. Doch die Entscheidung ist schon jetzt richtungsweisend.

Der Gang nach Schanghai dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit vor allem dazu dienen, die Zentralregierung in Peking zufriedenzustellen, die den Finanzstandort aufwerten will. Wirklich attraktiv ist es noch immer nicht, auf dem chinesischen Festland mit seinen harten Kapitalkontrollen und dem fehlenden Rechtssystem an die Börse zu gehen.

Dagegen ist der Schritt nach Hongkong durchaus richtungsweisend. Denn Ant Financial ist nicht das erste Unternehmen aus der Volksrepublik in jüngster Zeit, das es an die Börse in der chinesischen Sonderverwaltungszone zieht. Vor dem Finanzkonzern haben bereits die chinesischen Tech-Konzerne Netease, JD.com und Ant-Financial-Mutter Alibaba neben ihrer Erstlistung in New York eine Zweitlistung in Hongkong hingelegt.

Und das, obwohl Peking jüngst die Autonomie der Finanzmetropole mit einem drakonischen neuen Sicherheitsgesetz de facto zerstört hat, das Rechtssystem seiner absoluten Unabhängigkeit beraubt hat und dem Finanzstandort von internationalen Regierungen Sanktionen drohen.

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    Grund für die Einleitung des Rückzugs der chinesischen Firmen aus New York sind die Pläne der US-Regierung, neue Transparenzregeln für Börsengänge in den USA zu erlassen. Die würden es insbesondere chinesischen Unternehmen erschweren, dort an die Börse zu gehen oder zu bleiben.

    Beobachter werten das Vorgehen der Tech-Konzerne auch als mögliches Signal dafür, dass die Unternehmen den amerikanischen Börsen irgendwann ganz den Rücken zuwenden könnten. Und es gibt erste Anzeichen, dass auch weitere chinesische Firmen folgen könnten.

    Die Entwicklung dürfte die Angst vor einer Entkopplung der internationalen Finanzmärkte weiter anheizen. Zunächst einmal ist der Rückzug der chinesischen Firmen vom amerikanischen Parkett aber eine schlechte Nachricht für die Wall Street. Sie muss mit weniger Börsengängen rechnen – zumindest von Firmen aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

    Mehr: Börsengänge erholen sich langsam vom Corona-Rückschlag.

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