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Kommentar Der Breitbandausbau darf nicht am Ego einzelner Unternehmen scheitern

Länder wie Spanien und Portugal haben gezeigt, wie schnell der Ausbau des Breitbands vorankommt, wenn man kooperiert. Auch Gemeinden können mithelfen.
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Der Breitbandausbau verläuft in Deutschland bislang nur schleppend. Quelle: dpa
Glasfaserkabel

Der Breitbandausbau verläuft in Deutschland bislang nur schleppend.

(Foto: dpa)

Diese Lektion sollte eigentlich gelernt sein: Wer ein Projekt allein stemmen möchte, ist langsamer – und es ist meist teurer. Wer sich die Arbeit hingegen mit anderen teilt, kann zwar am Ende den Erfolg nicht für sich allein beanspruchen, aber dafür sinkt auch der Aufwand.

In der Telekommunikationsbranche schienen die meisten Manager das eigentlich verstanden zu haben. Bei der Telekom herrschte lange das Prinzip „Steckerleiste“, bei dem der Konzern andere Firmen dazu animierte, ihre Produkte an die der Telekom zu koppeln. Dann gingen sie gemeinsam auf Kundenfang.

Beim großen Projekt des Baus neuer, schneller Netze hingegen lässt das gepflegte Miteinander noch auf sich warten. Dabei haben Länder wie Portugal und Spanien gezeigt, wie schnell der Ausbau des Breitbands vorankommt, wenn man kooperiert. Die EU fördert eine solche Zusammenarbeit für Investitionen in schnelle Glasfaserleitungen auch noch.

In der deutschen Telekommunikationsbranche stieß diese Idee anfangs durchaus auf Zustimmung, es standen neue Allianzen zwischen Wettbewerbern im Raum, die bis dahin undenkbar schienen. Selbst die Telekom rückte von ihrem Alleingang ab und ging direkt auf Konkurrenten zu.

Passiert ist seither wenig. Noch immer werkeln die meisten Unternehmen allein vor sich hin, weswegen auch der Breitbandausbau nicht in der erhofften Geschwindigkeit voranschreitet.

Die nun von United Internet aufgebrachte Idee, beim Ausbau des nächsten Mobilfunkstandards 5G mit Gemeinden und anderen Dienstleistern zu kooperieren, ist deswegen richtig. Schon beim Breitbandausbau hat sich gezeigt: s geht schneller, wenn sich die Kommunen selbst dabei einbringen. Und warum sollten sie nicht am Gewinn einer guten Infrastruktur beteiligt werden.

5G ist ein wichtiger Schritt bei der Digitalisierung – deswegen darf der Ausbau nicht am Ego einzelner Unternehmen scheitern.

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