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Kommentar Der Commerzbank steht ein schmerzhafter Umbau bevor

Die zähe Neuausrichtung gibt einen Vorgeschmack, wie schwer eine Fusion mit der Deutschen Bank wäre. Beide Banken kämpfen mit Altlasten.
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Commerzbank steht ein schmerzhafter Umbau bevor – ein Kommentar Quelle: dpa
Commerzbank

Analysten weisen darauf hin, dass es bei einer Verschmelzung zwischen Commerzbank und Deutscher Bank großes Einsparpotenzial gäbe.

(Foto: dpa)

Wer dieser Tage mit Finanzmanagern spricht, der könnte den Eindruck gewinnen, ein Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank sei nur noch eine Frage der Zeit. Ein fusioniertes Institut hätte eine stärkere Stellung im deutschen Privatkunden- und Firmengeschäft und könnte ausländischen Konkurrenten besser Paroli bieten, betonen Befürworter des Mega-Deals.

Eine starke deutsche Großbank wäre zweifelslos wünschenswert – gerade in Zeiten, in denen US-Präsident Donald Trump die Vormachtstellung Amerikas in der Finanzbranche als politische Waffe einsetzt. Doch eine entscheidende Frage wird in der Debatte häufig ausgeblendet: Wäre eine fusionierte Deutsche Commerzbank denn tatsächlich groß und stark?

Seriös beantworten kann dies heute niemand. Doch wenn man sieht, wie schwer sich Commerzbank und Deutsche Bank schon jede für sich mit ihrem Umbau tun, sind Zweifel angebracht.

Beide Institute kämpfen seit Jahren mit der Modernisierung ihrer veralteten IT-Systeme. Diese Systeme zusammenzulegen wäre eine gewaltige Aufgabe mit ungewissem Ausgang. In jedem Fall würde sie Jahre dauern. Diese Zeit könnten Wettbewerber nutzen, um der mit sich selbst beschäftigten Deutschen Commerzbank Kunden abzujagen.

Zudem wäre es eine riesige Herausforderung, einen solchen Bankenkoloss effizient zu steuern und auf Profit zu trimmen. Analysten weisen zu Recht darauf hin, dass es bei einer Verschmelzung großes Einsparpotenzial gäbe. Doch ob die fusionierte Bank dieses Potenzial tatsächlich realisierten könnte, steht auf einem anderen Blatt.

Und klar sein sollte auch: Geld sparen könnte eine Deutsche Commerzbank in erster Linie durch die Streichung von Tausenden Stellen. Damit würde das Management die Belegschaft gegen sich aufbringen. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass anschließend alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen würden, um einen großen deutschen Banken-Champion zu schaffen.

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