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Kommentar Der Dax-Aufstieg der Deutschen Wohnen ist gut für die Immobilienwirtschaft

Für die Branche ist es förderlich, wenn sie in der Börsenwelt aufgewertet wird. Eine Fusion von Deutsche Wohnen und Vonovia wird aber kurzfristig unwahrscheinlicher.
06.06.2020 - 10:16 Uhr Kommentieren
Das Thema Wohnen und Bauen wird immer wichtiger. Quelle: dpa
Logo der Deutschen Wohnen

Das Thema Wohnen und Bauen wird immer wichtiger.

(Foto: dpa)

Fast fünf Jahre nach dem Aufstieg von Vonovia in den Dax rückt nun auch Erzrivale Deutsche Wohnen in die oberste Börsenliga auf. Für die Immobilienwirtschaft ist das eine gute Nachricht, denn sie gewinnt an öffentlicher Wahrnehmung und Durchschlagskraft. Der Sektor in Deutschland war lange Zeit so kleinteilig, dass er es schwer hatte, bei der Politik mit seinen Anliegen durchzudringen, anders etwa als die Lobbyisten der großen Auto- oder Industriekonzerne.

Damit dürfte nun Schluss sein. Das Thema Wohnen und Bauen wird immer wichtiger. Das gilt insbesondere für die Frage, wie sich wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen hier in Einklang bringen lassen – die Mietpreisbremse lässt grüßen. Hinzu kommt die politisch verordnete Energiewende, die die Branche mit voller Wucht treffen wird. Weitere Konflikte sind also vorprogrammiert. Es kann daher nur förderlich sein, wenn der Immobiliensektor auch in der Börsenwelt aufgewertet wird und noch mehr Aufmerksamkeit der Investoren bekommt.

Wird das nun auch dazu führen, dass die beiden großen Wohnungskonzerne ihre Kräfte bündeln und zusammengehen? Wohl kaum. Zumindest kurzfristig ist ein neuer Fusionsanlauf eher unwahrscheinlicher geworden. 2016 war Vonovia bereits mit einem ersten Übernahmeversuch der Deutschen Wohnen gescheitert. Die Marktführerin aus Bochum biss sich an der Nummer zwei aus Berlin die Zähne aus. Dabei spielten auch Eitelkeiten eine Rolle.

Vonovia-Chef Rolf Buch bestreitet nicht, dass das grundsätzliche Interesse immer noch da ist. Schwerer wiegt nun aber das Argument, das Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn schon immer vorbrachte: Gerade die Profi-Investoren, die mit Milliarden jonglieren, wollen eine Auswahl haben und ihre Risiken streuen. Nun gibt es im Dax zwei gleichermaßen spannende Unternehmen, die um die Gunst der Anleger werben müssen. Dass der Deutschen Wohnen dies schon zuletzt gut gelungen ist, zeigt der gestiegene Aktienkurs. Vonovia müsste heute viel tiefer in die Tasche greifen, um den Deal mit dem Wunschpartner zu stemmen – auch das spricht gegen einen baldigen neuen Anlauf.

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    An der grundsätzlichen Logik eines solchen Zusammenschlusses ändert das alles freilich nichts. In der Immobilienbranche sind Skaleneffekte wichtig: Je mehr Wohnungen ein Konzern im Bestand hat, desto größer sind die Mieteinnahmen – bei relativ konstanten Kosten etwa für die Verwaltung. Die fortschreitende Digitalisierung dürfte diesen Trend noch beschleunigen. Vonovia und Deutsche Wohnen kommen zusammen bundesweit auf 520.000 Wohnungen, regional ergänzen sich die Bestände sogar. Die Zeit wird irgendwann reif sein. Vielleicht, wenn es mehr als zwei Immobilienkonzerne im Dax gibt.

    Mehr: Die Deutsche Wohnen verspricht ihren Aktionären nach dem Dax-Aufstieg weiteres Wachstum.

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