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Kommentar Der Deutschen Bank droht eine Sanierung ohne Ende

Der Zustand der Deutschen Bank ist höchst fragil. Ohne einen radikaleren Schritt droht die Reparatur des angeschlagenen Geldhauses Jahre zu dauern.
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Der Deutschen Bank droht eine Sanierung ohne Ende – ein Kommentar Quelle: Reuters
Deutsche Bank

Analysten rechnen mit einem Gewinn von 585 Millionen Euro.

(Foto: Reuters)

Da sind sie wieder, die Sorgen um den Dauerpatienten Deutsche Bank. An diesem Dienstag schickte die Furcht der Aktionäre, dass Deutschlands einstige Vorzeigebank tiefer in den Strudel eines Geldwäscheskandals rund um die dänische Danske Bank gezogen werden könnte, den Aktienkurs auf ein Allzeittief von 8,05 Euro.

Ob dieser Skandal jemals ein großes Problem für die Deutsche Bank wird, steht noch in den Sternen. Doch dass die Anleger derart nervös auf eine solche Nachricht reagieren, ist symptomatisch für den weiterhin fragilen Zustand von Deutschlands größtem Geldhaus.

Zwar hat der seit April amtierende Vorstandschef Christian Sewing im dritten Quartal erste Erfolge bei den Kosten vorweisen können. Und den Investoren ist bewusst, dass Sewing an den richtigen Stellschrauben dreht, um auf der einen Seite die Ausgaben zu senken und auf der anderen wieder zu wachsen.

Doch noch bleiben die Ergebnisse weitgehend aus. Die Kosten fallen in homöopathischen Dosen, während die Erträge an allen Ecken und Enden wegbröckeln. Die Ertragsprognose für das laufende Jahr hat die Bank daher kürzlich kassiert.

Für das Schlussquartal ist keine Besserung in Sicht. So rechnen die Analysten dank höherer Restrukturierungs- und Rechtskosten mit einem Verlust. Zwar hat Sewing für das Gesamtjahr den ersten Gewinn seit 2014 angekündigt. Doch wenn die Analysten richtig liegen, wird dieser Gewinn mit 585 Millionen Euro unter den 900 Millionen liegen, welche die Bank im vergangenen Jahr eigentlich ausgewiesen hätte – wären nicht die negativen Effekte durch die Trump’sche Steuerreform dazwischengekommen.

Das zeigt: Die Reparatur der durch jahrzehntelanges Missmanagement ausgezehrten Bank wird länger dauern, als viele meinen. Dass Sewing der richtige Manager für diese Mammutaufgabe ist, daran zweifeln nur wenige. Doch es drängt sich die Frage auf, ob der Vorstand nicht weitaus drastischere Einschnitte planen sollte, um das Ruder schneller herumzureißen.

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