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Kommentar Der Druck auf die EZB wird zunehmen

Investoren erwarten keine neue Lockerung der Geldpolitik im Euro-Raum. Das könnte sich aber wegen des schwachen Wachstums und des Coronavirus ändern.
10.02.2020 - 16:45 Uhr Kommentieren
Die neue EZB-Chefin erhöhte bei ihrer Anhörung vor dem Europaparlament den Druck auf die Politik. Quelle: AP
Christine Lagarde

Die neue EZB-Chefin erhöhte bei ihrer Anhörung vor dem Europaparlament den Druck auf die Politik.

(Foto: AP)

Viele Experten haben sich auf ein ruhiges Jahr bei der EZB eingestellt. Sie gehen davon aus, dass die Wirtschaft im Euro-Raum moderat wächst und die Geldpolitiker daher nicht noch einmal aktiv werden. Ähnlich ist die Erwartungshaltung auch für die US-Notenbank Fed. Die Annahme könnte sich jedoch bald als Trugschluss erweisen. Die Wirtschaft im Euro-Raum sollte in diesem Jahr ohnehin nur schwach wachsen.

Jetzt aber sind die Prognosen durch die Folgen des Coronavirus bereits überholt. Damit dürfte bald wieder der Druck auf die Notenbanken zunehmen, geldpolitisch zu handeln. Die Auswirkungen des Coronavirus sind noch nicht genau absehbar. Es spricht aber viel dafür, dass das Virus das Wirtschaftswachstum stark beeinflusst.

Zum Beispiel, weil Nachfrage aus China wegbricht und in bestimmten Branchen wohl auch Lieferketten unterbrochen werden. Der wirtschaftliche Schock wäre kein großes Problem, wenn die Wirtschaft im Euro-Raum ordentlich wachsen würde. Das tut sie aber nicht. Angesichts der schwachen Aussichten reicht bereits ein leichter Dämpfer, um eine neue Abwärtsdynamik in Gang zu setzen.

Manche Ökonomen erwarten bereits eine weitere Zinssenkung der EZB. Allerdings ist eine einzelne Maßnahme eher untypisch. In der Vergangenheit ist die EZB meist so vorgegangen, dass sie verschiedene Mittel verknüpft hat. Im September vergangenen Jahres beispielsweise senkte sie nicht nur die Zinsen, sondern beschloss auch Anleihekäufe und bessere Konditionen für Langfristkredite an Banken.

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    Die Hürde für ein größeres Paket ist jedoch deutlich größer, wenn man bedenkt, auf welch starken internen Widerstand die September-Beschlüsse stießen. Wie also wird die EZB reagieren? Einen Vorgeschmack darauf lieferte EZB-Chefin Christine Lagarde in der vergangenen Woche bei ihrer Anhörung vor dem Europaparlament.

    Dort räumte sie wesentlich offener als ihr Vorgänger Mario Draghi ein, dass die Notenbanken ihre Instrumente weitgehend ausgeschöpft haben. Damit erhöhte sie den Druck auf die Politik, stärker die Wirtschaft zu stützen. Die Spekulationen über weitere Zinssenkungen oder ähnliche Schritte der EZB werden wieder zunehmen. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass sie noch einmal handelt.

    Mehr: Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank räumt ein, dass die Notenbanken im Falle eines Abschwungs nicht mehr viele Mittel zum Gegensteuern haben. Unter Mario Draghi klang das noch anders.

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