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Kommentar Der Euro hat Aufwärtspotenzial

Derzeit sprechen viele Argumente für einen stärkeren Euro. Ein Durchbruch beim Wiederaufbaufonds der EU könnte ihm zusätzliche Impulse geben.
14.07.2020 - 17:09 Uhr Kommentieren
Die europäische Gemeinschaftswährung könnte am Devisenmarkt aufwerten. Quelle: imago images/Future Image
Zwei-Euro-Münze

Die europäische Gemeinschaftswährung könnte am Devisenmarkt aufwerten.

(Foto: imago images/Future Image)

Frankfurt Diese Woche stehen wichtige Entscheidungen für den Euro bevor. Am Donnerstag tagt die Europäische Zentralbank, ab Freitag treffen sich die EU-Regierungschefs zum Sondergipfel. Sie beraten über einen Wiederaufbaufonds, um Ländern zu helfen, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind.

Derzeit gibt es ohnehin viele Argumente, die für einen stärkeren Euro sprechen. Ein Durchbruch beim Wiederaufbaufonds würde ihm zusätzliche Impulse verleihen. Dadurch würde das Risiko einer Wiederholung der Euro-Krise von 2011 deutlich gemindert.

Damals konnten sich Staaten wie Portugal, Griechenland und zum Teil Spanien nicht mehr eigenständig am Finanzmarkt finanzieren. Sie waren zu einem drastischen Sparkurs gezwungen, der die wirtschaftlichen Probleme noch verstärkt hat. Der Fonds dagegen würde es allen EU-Ländern ermöglichen, die Wirtschaft in der aktuellen Krise zu stützen. Für Investoren hieße das: Sie bräuchten sich weniger Sorgen um den Zusammenhalt der Währungsunion machen – was positiv für den Euro wäre.

Für den Euro spricht außerdem, dass sich in der Krise die Zinsdifferenz zu den USA verringert hat. Anfang des Jahres noch lag der Leitzins in den USA zwischen 1,5 und 1,75 Prozent – heute bei null bis 0,25 Prozent. Dagegen hat die EZB den entscheidenden Einlagenzins von minus 0,5 Prozent nicht weiter gesenkt. Auch auf der Sitzung am Donnerstag wird die EZB an diesem Kurs festhalten. Der Zinsvorteil war lange ein Argument, Liquidität eher in Dollar als in Euro zu halten. Dieses Argument ist nun viel schwächer geworden.

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    Außerdem sieht es aktuell so aus, dass die meisten europäischen Staaten die Corona-Pandemie besser im Griff haben als die USA. Angesichts der höheren Infektionszahlen scheint das Risiko einer zweiten Welle dort deutlich größer – mit entsprechenden negativen Folgen für die US-Wirtschaft.

    US-Aktien teils zu hoch bewertet

    Hinzu kommt: Auch die Bewertungen an den Aktienmärkten, etwa gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis, sind in den USA deutlich höher als in Europa. Zum Teil mag es dafür Gründe geben, wie etwa den höheren Anteil von Technologie-Unternehmen in den USA.

    Dennoch halten viele Analysten US-Aktien im Vergleich zu europäischen Aktien für hoch bewertet. Ein wichtiger Mechanismus, um solche Unterschiede auszugleichen, ist der Wechselkurs. Sinkt der Dollar im Vergleich zum Euro, gleicht sich auch das Bewertungsniveau amerikanischer Unternehmen an das ihrer Wettbewerber in Europa an.

    Derzeit sprechen also viele Argumente für den Euro. Natürlich gibt es auch Risiken. Die Verhandlungen über den Wiederaufbaufonds beispielsweise werden alles andere als einfach und können sich auch noch länger hinziehen. Verglichen mit der Situation vor einigen Monaten sind die Chancen für den Euro aber deutlich größer geworden.

    Mehr: Düstere Aussichten für das Pfund.

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