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Kommentar Der Fahrradboom bietet Anlegern wenig Chancen

Seit Beginn der Corona-Einschränkungen stürmen die Deutschen die Fahrradgeschäfte. Doch Anleger können nur schwer davon profitieren.
06.07.2020 - 12:32 Uhr Kommentieren
Noch nie wurden laut Bundesverband so viele Fahrräder verkauft wie im Mai. Quelle: dpa
Fahrradladen

Noch nie wurden laut Bundesverband so viele Fahrräder verkauft wie im Mai.

(Foto: dpa)

München Die alte Weisheit, dass jede Krise auch Gewinner produziert, trifft auf die Fahrrad-Branche besonders zu. Noch nie wurden so viele Zweiräder verkauft wie im Mai, heißt es vom Branchenverband.

Um sich vor einer möglichen Infektion im öffentlichen Nahverkehr zu schützen, radeln viele Menschen inzwischen zur Arbeit. Hinzu kommen die nach wie vor begrenzten Reisemöglichkeiten, die den Urlaub im eigenen Land und damit auch den Trend zum Fahrrad verstärken. Schon in den Vorjahren waren E-Bikes und Pedelecs gefragt.

Wer als Anleger von diesem Boom profitieren will, der muss jedoch lange suchen. Einstige deutsche börsennotierte Hersteller wie Derby Cycle oder Mifa sind entweder übernommen worden und von der Börse verschwunden, oder sie waren wie im Fall Mifa pleite und firmieren heute unter einem anderen Namen. In diesem Fall unter Sachsenring Bike Manufaktur GmbH.

Interessierte Anleger müssen ihren Blick deshalb ins Ausland lenken. Größter europäischer Hersteller ist die niederländische Accell Group. Das börsennotierte Unternehmen, das im vergangenen Jahr 943.000 Fahrräder verkaufte und damit einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro erzielte, hat seit März einen Kursanstieg von gut 80 Prozent geschafft.

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    Trotzdem ist Accell keine reine Erfolgsgeschichte. Ein übergroßes und unübersichtliches Sortiment sowie Einbrüche am wichtigen nordamerikanischen Markt machten im vergangenen Jahr eine Restrukturierung nötig. Nächstes Ziel ist ein Umsatz von 1,5 Milliarden Euro bis ins Jahr 2022. Die hohe Nachfrage nach den Rädern von Accell, zu denen auch der Schweinfurter Hersteller Winora gehört, macht das Erreichen dieser Ziele zumindest wahrscheinlich.

    Neben den Herstellern können sich Anleger auch auf die Zulieferer konzentrieren. Der bedeutendste Name ist dabei Shimano aus Japan. Komponenten wie Schaltungen oder Bremsen finden sich bei so gut wie allen bekannten Marken. 80 Prozent des Umsatzes machen die Japaner mit Fahrradzubehör, den Rest mit Angelausrüstung.

    Die Shimano-Aktie hat seit ihrem Tief im März um gut zwei Drittel an Wert zugelegt. Nicht vergessen sollten Anleger dabei allerdings Zeiten wie vor zwei Jahren, als die Umsätze bei Shimano kaum wuchsen und die Aktie deutlich unter Druck geriet.

    Wer als Anleger somit am aktuellen Boom im Fahrradhandel teilnehmen will, der muss erstens lange suchen. Und zweitens damit leben, dass der Markt sehr zyklisch ist.

    Mehr: Wie diese zwei Gründer vom E-Bike-Boom profitieren

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