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Kommentar Der Frauen-Streit der Demokraten ist ein Armutszeugnis für die USA

Bernie Sanders und Elizabeth Warren liefern sich einen Schlagabtausch – und das nicht nur hinter verschlossenen Türen. Der offene Dissens spielt Donald Trump in die Hände.
15.01.2020 - 13:15 Uhr Kommentieren
Zwischen den Präsidentschaftskandidaten gibt es Streit. Quelle: Reuters
Elizabeth Warren und Bernie Sanders

Zwischen den Präsidentschaftskandidaten gibt es Streit.

(Foto: Reuters)

Die letzte Debatte der demokratischen Präsidentschaftskanditen in den USA vor Beginn der wichtigen Vorwahlen hat einen Zwist im linken Lager der Demokraten offenbart, der einmal mehr dem gemeinsamen Rivalen Donald Trump in die Hände spielen könnte.

In der Fernsehdebatte erzählte Elizabeth Warren, eine der Favoritinnen, wie ihr parteiinterner Rivale Bernie Sanders ihr bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen 2018 gesagt habe, eine Frau könnte den Einzug in das Weiße Haus nicht schaffen. Sanders, ebenfalls auf dem Podium anwesend und schon beim Präsidentschaftswahlkampf 2016 Rivale der US-Demokratin Hillary Clinton, dementierte, so etwas je gesagt zu haben.

Kameras zeigten, wie beide nach Ende der Debatte im TV-Studie weiter diskutierten und dann ohne Handschlag das Podium verließen.

Unabhängig davon, ob Sanders den Satz nun wirklich gesagt hat oder nicht: Allein die Tatsache, dass sich mit dem Thema Frauen und ihrer Eignung für die Macht in den USA im Jahr 2020 Wahlkampf machen lässt, ist ein Armutszeugnis.

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    In Deutschland regiert seit 14 Jahren Angela Merkel. Um ihre Nachfolgerin Annegret Kamp-Karrenbauer an der CDU-Spitze gab es zwar intensive Debatten, aber niemand ist dabei auf die Idee gekommen, die Kritik an AKK an ihrem Geschlecht fest zu machen. Dass ausgerechnet das linke Lager der Sozialdemokraten in den USA das Thema aufbringt, zeigt, wie viel in den vermeintlich so fortschrittlichen Vereinigten Staaten beim Thema Gleichberechtigung noch im Argen liegt.

    Es zeigt auch, dass die Demokraten mit harten Bandagen gegeneinander kämpfen. Das könnte sich rächen. Eigentlich war ihr Ziel, in Nuancen gegeneinander, aber unter dem Strich vereint gegen den großen gemeinsamen Gegner Trump anzutreten und den republikanischen US-Präsidenten im November an der Wahlurne zu besiegen.

    Der Vorwahlkampf lässt sich nicht immer ohne Kritik am parteiinternen Kontrahenten führen. Doch ein Streit über ein Thema, das so grundsätzlich ist und so viele angeht, ist für die Demokraten gefährlich. Er könnte am Ende Trump stärken. Der US-Präsident kann sich aus der Distanz ganz ruhig anschauen, wie sich die demokratischen Rivalen im Rennen um das Amt an die Gurgel gehen.

    Mehr: Frauen haben in diesem Jahr die Top-Etagen erobert und die aktuellen Diskussionen geprägt wie nie zuvor. Diese Zeitenwende kommt nicht von ungefähr.

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