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Kommentar Der Friede im Patentstreit hilft Apple und Qualcomm gleichermaßen

Die Börse wertet den Chiphersteller Qualcomm als Gewinner des langjährigen Patentstreits. Aber auch für Apple ist die Einigung eine große Chance.
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Durch die Beilegung des Streits bekommt Apple nun die Möglichkeit, schneller Geräte für den neuen superschnellen Datenfunk anzubieten. Quelle: dpa
iPhone

Durch die Beilegung des Streits bekommt Apple nun die Möglichkeit, schneller Geräte für den neuen superschnellen Datenfunk anzubieten.

(Foto: dpa)

Nach mehr als zwei Jahren haben Apple und Qualcomm ihren Patentstreit nun sang- und klanglos beigelegt: Alle Klagen werden fallen gelassen, auch jene Verfahren, die Qualcomm parallel gegen Apple-Auftragsfertiger führt.

Die Vereinbarung muss als Niederlage des iPhone-Herstellers gewertet werden. Schon die Reaktion an der Börse zeigte, wer der Gewinner ist: Apple-Aktien reagierten kaum, die Qualcomm-Papiere hingegen schossen um 26 Prozent hoch.

Der iPhone-Konzern wird finanziell verkraften können, dass er nun einen Betrag in unbekannter Höhe an den Chip-Spezialisten überweisen muss. Dabei hatte sich Apple seit Jahren daran gestört, dass Qualcomm für die Patentlizenzen einen Anteil vom Gerätepreis verlangte, statt nur vom Preis einzelner Bauteile. Qualcomm wiederum hielt Apple vor, in den Geräten würde von dem Chiphersteller erfundene Technik ohne Patentlizenz genutzt.

Der nun erzielte Friede ist für beide Unternehmen eine Entlastung. Wegen des ungelösten Konflikts hatten die Auftragsfertiger von Apple bereits 2017 ihre Zahlungen an den Chipkonzern eingestellt. Qualcomm bezifferte die dadurch entgangenen Einnahmen samt Zinsen auf sieben Milliarden Dollar.

Apple wiederum beseitigt ein anderes Problem: Der iPhone-Konzern droht den Anschluss beim neuen Mobilfunkstandard 5G zu verlieren. Durch die Beilegung des Streits bekommt Apple nun die Möglichkeit, schneller Geräte für den neuen superschnellen Datenfunk anzubieten – denn bei den Chips dafür ist Qualcomm führend. Auf Technik aus der zweiten Reihe zurückzugreifen hätte sich Apple nicht leisten können.

Zwar wären auch die Chips des chinesischen Konzerns Huawei eine gute Alternative zu den Qualcomm-Chips gewesen. Doch dann hätte Apple sich den Zorn von Donald Trump zugezogen: Der US-Präsident hat weltweit eine politische Kampagne gegen das Unternehmen gestartet, indem er behauptet, Huawei würde spionieren.

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