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Kommentar Der Greta-Effekt: Demos haben das Umweltbewusstsein der Firmen geschärft

Immer mehr Unternehmen versuchen, mit grünen Initiativen bei ihren Kunden zu punkten. Sie tun gut daran, das neue Ökobewusstsein als Chance zu begreifen.
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Die schwedische Schülerin und Gründerin von „Fridays for Future“ auf dem Klimagipfel in Wien. Quelle: dpa
Greta Thunberg

Die schwedische Schülerin und Gründerin von „Fridays for Future“ auf dem Klimagipfel in Wien.

(Foto: dpa)

Es ist nicht nur der Händler Aldi, der künftig für Obstverpackungen einen Cent verlangt und damit zeigen will, dass er den Umweltschutz ernst nimmt. Grüne Initiativen machen in der Wirtschaft zurzeit Schule: So hat Bosch verkündet, bis 2020 alle Werke weltweit CO2-neutral zu betreiben.

Die Otto Group hält ihre Mitarbeiter an, auf Dienstreisen zu verzichten und stattdessen Videokonferenzen zu nutzen. Beim bayerischen Senf- und Feinkosthersteller Develey pflanzen die Mitarbeiter auf dem Firmendach Gemüse an und nutzen freitags den Aufzug nicht, um Strom zu sparen.

Das ist kein Zufall. Die Unternehmen erfasst ein Greta-Effekt: Die von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg initiierten Freitagsdemos für den Klimaschutz haben das Bewusstsein geschärft für Umweltprobleme, die zwar lange bekannt sind, aber von vielen genauso lange erfolgreich verdrängt wurden. Nicht zuletzt die Wahlerfolge der Grünen zeigen, dass immer mehr Menschen zu der Erkenntnis gelangen, dass genau jetzt Maßnahmen zur Rettung des Planeten ergriffen werden müssen.

Unternehmen tun gut dran, die Gunst der Stunde zu nutzen und das neue Ökobewusstsein als Chance zu begreifen. Denn es dient auch ihrem eigenen Interesse, auf nachhaltige Wirtschaftsmethoden umzusteigen und ihr Geschäft auf diese Weise zukunftsfest zu machen.

Doch viele sind bisher vor den entscheidenden Schritten zurückgeschreckt – aus Angst, Kunden zu verlieren. Jetzt wird ihnen schlagartig klar, dass sie im Gegenteil langfristig Kunden verlieren, wenn sie sich nicht verändern.

Natürlich ist es nur ein erster, symbolischer Schritt, von den Kunden einen Cent für die Plastiktüte an der Obsttheke zu verlangen. Das allein wird wenige Kunden zum Umdenken bewegen. Aber angesichts der aktuellen Stimmung in der Öffentlichkeit könnten genau solche Maßnahmen einen Wettbewerb um die besten Umweltschutz-Ideen auslösen. Und dann hätte der Greta-Effekt wirklich etwas bewegt.

Mehr: Viele Kunden weichen auf die kostenlosen Plastikbeutel an der Obst- und Gemüsetheke aus. Doch beim Discounter Aldi soll dafür nun eine Gebühr fällig werden.

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