Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Der heftige Tagesverlust beim Dax ist noch kein Ausverkauf

Der verlustreiche Wochenauftakt zeigt, dass Investoren nervös sind. Von Panik kann aber noch keine Rede sein. Kritisch wird es erst später.
21.09.2020 - 18:23 Uhr Kommentieren
Aktien: Warum die Überlegenheit des Dax kein Grund zur Freude ist Quelle: Bloomberg
Blick auf die Dax-Tafel

In diesem Jahr ging es bereits 17 Mal an einem Tag für den Dax mehr als drei Prozent nach unten.

(Foto: Bloomberg)

Vor einem Jahr wäre die Bewegung noch etwas Besonderes gewesen. Mehr als vier Prozent gab der Dax am Montag nach. Auch die anderen europäischen Börsen gingen auf Tauchstation, und die Wall Street schloss ebenfalls kräftig im Minus. Doch von einer „Ausverkaufsstimmung“ im Dax, die der eine oder andere Händler auszumachen glaubte, kann keine Rede sein. Denn Tagesverluste von drei Prozent sind in diesem Jahr keine Seltenheit, sondern allenfalls ein Zeichen dafür, dass Investoren nervös sind.

Schließlich ging es in diesem durch das Coronavirus und die Rezession geprägten Ausnahmejahr bereits 17 Mal an einem Tag für den Dax mehr als drei Prozent nach unten. Dafür stieg Deutschlands Leitindex aber auch an acht Tagen um mehr als drei Prozent.

Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr kam es im Dax nur ein einziges Mal zu einem Tagesverlust von mehr als drei Prozent. Damals hatte US-Präsident Donald Trump unerwartet neue Strafzölle auf die Einfuhr chinesischer Güter in die USA angekündigt und damit die Ängste vor einer Rezession geschürt.

Beigelegt ist der Handelsstreit noch lange nicht, aber er macht den Investoren zumindest derzeit keine große Angst mehr. Dafür rückte der rapide Anstieg der Zahl der neuen Coronafälle in Deutschland, Frankreich und vor allem Großbritannien das Thema einer zweiten ausgeprägten Infektionswelle mit möglichen neuen Lockdowns der Wirtschaft wieder in den Fokus der Investoren.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Doch eigentlich ist auch das keine Neuigkeit für die Märkte. Die Infektionszahlen steigen schließlich schon länger wieder, die Börsen hatten das zuletzt aber mehr oder weniger ignoriert. Der Rücksetzer bei Dax und Co. zum Wochenauftakt ist von daher bloß ein weiteres Zeichen dafür, dass die Märkte der wirtschaftlichen Entwicklung weit vorausgelaufen und Investoren entsprechend nervös sind.

    Kritisch wird es für die Märkte erst, wenn die großen Indizes über Tage und Wochen so deutlich verlieren wie zum Wochenauftakt. Doch negative Meldungen über steigende Coronazahlen und positive Meldungen über die Entwicklung von Impfstoffen dürften sich in der nächsten Zeit die Waage halten. Das heißt: Die deutlichen Kursschwankungen werden uns erhalten bleiben, und unter dem Strich werden sich die Börsen wohl noch länger seitwärts bewegen.

    Mehr: Wer sich nicht mit der Auswahl einzelner Aktien herumschlagen will, kann auf ETFs und Indizes zurückgreifen.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Der heftige Tagesverlust beim Dax ist noch kein Ausverkauf
    0 Kommentare zu "Kommentar: Der heftige Tagesverlust beim Dax ist noch kein Ausverkauf"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%