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Kommentar Der inhaftierte Audi-Chef Stadler hat in Ingolstadt keine Zukunft mehr

Zu lange berät Audi bereits über eine mögliche Trennung von Rupert Stadter. Das Unternehmen braucht Klarheit – und muss endlich Konsequenzen ziehen.
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Seit mehr als drei Monaten in U-Haft. Quelle: dpa
Rupert Stadler

Seit mehr als drei Monaten in U-Haft.

(Foto: dpa)

Schon länger als ein Vierteljahr sitzt Rupert Stadler in Augsburg in Untersuchungshaft. Drei Monate, in denen sich der Audi-Vorstandsvorsitzende nicht mehr um sein Unternehmen kümmern konnte. Ein Ende der Haft ist nicht absehbar, die Münchener Staatsanwälte sind bekannt für ihre harte Haltung.

Jedem bei Audi und auch im Volkswagen-Konzern ist klar, dass Stadler nicht mehr auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden von Audi zurückkehren wird. Zu groß sind die Risiken geworden. Denn selbst wenn Stadler in einigen Wochen wieder auf freien Fuß kommen sollte, bleibt eine große rechtliche Unsicherheit. Die Staatsanwälte könnten bald Anklage gegen Stadler erheben, dann wäre er erst recht nicht mehr tragbar als Audi-Chef.

Das haben auch die Aufsichtsräte von Volkswagen und von Audi verstanden. Es bringt niemandem etwas, noch an dem Vertrag von Rupert Stadler festzuhalten, wenn er nicht mehr auf seinen Posten zurückkehren kann. Deshalb wird schon seit Wochen darüber verhandelt, wie sich der Konzern vom noch amtierenden Audi-Chef trennen kann. Schon zweimal stand das Thema auf der Tagesordnung von Aufsichtsratssitzungen, zuletzt am vergangenen Freitag.

Es passe nicht in die politische Landschaft, wenn in Berlin über die Umrüstung von älteren Dieselfahrzeugen verhandelt und Stadler nahezu zeitgleich mit einer Millionenabfindung in den vorzeitigen Ruhestand geschickt wird. Damit wurde die erneute Vertagung begründet.

Doch um die Abfindung werden VW und Audi nicht herumkommen – denn es gilt: „Im Zweifel für den Angeklagten.“ Es gibt keinen Schuldnachweis, Stadler ist nicht rechtskräftig verurteilt worden. Am Dienstag werden die Aufsichtsräte voraussichtlich ein drittes Mal zusammenkommen, um über die Trennung von Stadler zu beraten. Sie sollten sich endlich entscheiden. Audi braucht Klarheit an der Spitze. Stadler hat in Ingolstadt keine Zukunft mehr.

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