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Trotz Fehlern in seiner Kritik hat der Internationale Währungsfonds recht: Ungleiche Vermögensverteilung und Einkommensunterschiede sind ein zentrales deutsches Problem.

Kommentare

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  • Seit Herr Köhler (ex-Bundespräsident) nicht mehr Chef des IWF ist, sind alle seine
    Nachfolgerinnen und Nachfolger sehr USA und Kapital freundlich gesonnen.
    Fake-Informationen und Fake-Nachrichten sind normal.

    Ungleiche Vermögensverteilung gibt es in A L L E N Ländern und dies schon seit Jahrzehnten.
    Nur viele Deutsche machen darauf aufmerksam, und dies zu Recht.

  • Denke, dass die Diskussion Kapitalismus, Sozialismus, Marxismus etc. heute überholt ist. Kein ..ismus hat die Probleme erkannt und schon gar nicht gelöst. Am ehesten die Psychologie z.b. die Logotherapie von Viktor Frankl. Dort wird klar erkannt, dass jeder selbstbezogene Sinn nur scheinbar ist und Neurosen produziert. Somit läuft eine Wirtschaft deren Sinn auf ausschließlich Gewinne zu machen reduziert ist, in den Irrsinn. Sinn nach Viktor Frankl liegt immer jenseits vom "Ich" mit einer grundsätzlich beitragenden, fördernden, fordernden und hebenden Wirkungsweise nach allen Richtungen!. Selbstverständlich hat das immer in gesunden Verhältnissen zu erfolgen was dauernde Verluste grundsätzlich ausschließt. Die Leistungsorientiertheit ist schon richtig die Frage ist nur wozu? Unser Problem ist: Wir haben den Sinn des Lebens verloren!

  • @ HelmutMetz: Voellig Ihrer Meinung. Ich hatte auch nur ueber die Gleichheit der arbeitenden Bevoelkerung gesprochen, nicht ueber Parteibonzen. Es muss also heissen:

    "Sosialismus macht alle Arbeitenden gleich - gleich arm! Nur die Parteibonzen werden reich!"

    Meine Frage ist, welche Absicht des IWF seckt dahinter?

  • @ Liseotte Pulver
    "Nur in einem sozialistischen Land sind alle gleich - gleich arm."

    Stimmt so auch nicht ganz. ;-)
    Dazu unbedingt George Orwells "Animal Farm" lesen: "All animals are equal, but some animals are more equal than others." War zu meiner Schulzeit noch Pflichtlektüre.
    Die Privilegien der Ex-DDR-Parteibonzen können Sie heute beispielsweise noch in Wandlitz bestaunen.

  • Etwas was jeder wissen sollte, ist, dass Gleichheit keinen Wohlstand schafft! Das ist Wirtschaftswissen 101.
    Menschen sind unterschiedlich im Schaffensdrang, Motivation, und Inteligenz. Dieser Unterschied ist der Grund fuer die ungleiche Verteilung, aber am Ende hat jeder mehr - auch die unteren Schichten. Nur in einem sozialistischen Land sind alle gleich - gleich arm.

    Natuerlich weiss das auch der IWF. Warum also dieser Drang zum Sozialismus? Ist Deutschland dem IWF etwa noch zu stark?

  • Die IWF-Elfenbeinturm-"Ökonomen" sehen natürlich nicht, was die EIGENTLICHE Ursache dafür ist, dass "die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer" werden: nämlich der CANTILLON-EFFEKT aufgrund der Ausweitung der Geld- = Kreditproduktion!!!
    "Der Cantillon-Effekt bezeichnet in der Ökonomie den Effekt, dass sich eine Erhöhung der (Giral-)Geldmenge (Nettokreditvergabe) nicht automatisch gleichmäßig auf alle Bereiche einer Volkswirtschaft verteilt, sondern in Stufen, wobei manche Bereiche (insbesondere der Banksektor, andere staatsnahe Firmen, der Unternehmersektor und politisch begünstigte Gruppen) zuerst profitieren, während der Rest der Volkswirtschaft später folgt oder gar nicht von der Geldschöpfung profitiert. Verlierer im Prozess der Geldschöpfung sind diejenigen, bei denen das Geld gar nicht landet, die aber dennoch die wegen der kreditschöpfungsbedingten Inflation gestiegenen Preise zahlen müssen. (...)
    Eine exzessive Kreditvergabe, die heute nicht nur durch die Zentralbank, sondern durch die private Schöpfung von Giralgeld erfolgt, trägt dazu bei, dass nur die Kreditnehmer aus der Geldschöpfung Nutzen ziehen. Einkommensschwache Schichten sind ohne Sicherheiten jedoch nicht in der Lage, Kredite zu erlangen. Daher vergrößert eine großzügige Kreditvergabe die Einkommensungleichheit"
    https://de.wikipedia.org/wiki/Cantillon-Effekt

    -> Unser bestehendes "Geld"-System selbst fördert also eine gravierende Ungleichheit!!!
    Die einzig WIRKLICHEN Lösungen, die der IWF jedoch GARANTIERT nicht vorschlagen wird, sind daher auch:
    1. Abschaffung der Zentralbanken
    2. Austrocknung des Fractional Reserve Banking der Geschäftsbanken

  • Das zentrale Problem ist, daß die Deutschen keine Ahnung von Geldanlage haben. Was soll man auch erwarten von einem Volk, das seine Altersversorgung dem Staat überläßt. Die Deutschen haben 10 jahre Wohlstandsmehrung verpasst weil sie auf steigende Zinsen gewartet haben. Jetzt ist es zu spät. Die Ungleichheit ist zementiert.

  • ...Die Agenda 2010 hat vor allen Dingen die "Unter" Schicht zu Reformen "gebracht". So das das wiedervereinte Deutschland zum Laufen kam. Rot/Grün machten machte aber noch mehr, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Der Spitzensteursatz viel von 53% auf 42%. Die Steuer auf Erlöse durch Verkäufe von Tochtergesellschaften sank drastisch. Im Finanzsektor wurden zahlreiche Deregulierungen (Asmussen) durchgesetzt. Geholfen hat es Rot/Grün...nichts. Die oberen 10% sollten statt mehr Steuern verpflichten in einen Staatsfond für Umwelt, Bildung und Infrastruktur einzahlen. Die unteren 50%, die ca. 2% des Bruttosozialvermögens Deutschlands "besitzen" werden auf jeden Fall nicht dazu beitragen.

Mehr zu: Kommentar - Der IWF kratzt am deutschen Selbstverständnis „Wohlstand für alle“

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