Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Der junge Markt der E-Mobilität braucht Wettbewerb

Bislang finanziert der Steuerzahler Elektroautos und Ladesäulen. Die Regierung sollte nicht mehr lange warten und für Konkurrenz auf dem Markt sorgen.
14.07.2021 - 17:10 Uhr 1 Kommentar
Der Staat fördert das Ladestellennetz für E-Autos – zur Freude der Energiewirtschaft. Quelle: dpa
Laden eines Elektroautos

Der Staat fördert das Ladestellennetz für E-Autos – zur Freude der Energiewirtschaft.

(Foto: dpa)

Die Würfel sind gefallen: Europa will bis 2050 so gut wie kein CO2 mehr im Verkehrssektor emittieren und setzt dabei voll auf die Elektromobilität. Offiziell ist zwar noch von Technologieoffenheit die Rede, doch sorgt allein die politisch beschlossene Festlegung der Nullemission dafür, dass E-Autos spätestens ab 2035 den Markt bestimmen werden. Vorübergehend gehört noch den Plug-in-Hybriden die Zukunft, bald schon aber – Stand heute – allein den batteriebetriebenen Fahrzeugen.

Blendet man aus, dass noch lange nicht ausreichend erneuerbare Energien auf dem Markt sind, um auch Mobilität komplett mit Wind und Sonne anzutreiben, so muss nun schleunigst ein Markt entstehen. Bei alledem hat sich die Wirtschaft lange zurückgehalten.

Seit 2010 haben Autobauer, Zulieferer und Energiewirtschaft alle Fragen rund um den Markt diskutiert, das Henne-Ei-Problem aber nicht gelöst: Braucht es erst die Ladeinfrastruktur oder erst die Autos?

Es galt das Motto: Wenn die Politik Klimaziele setzt, dann soll sie den Weg dorthin auch finanzieren. Also subventioniert der Steuerzahler den angeblichen Boom beim E-Mobil. In Anbetracht dessen erreichen die Autobauer nach und nach Absatzzahlen, bei denen sie aus der Labor- und Prototypenlogik ausscheren, für E-Mobile werben und laut über Mengeneffekte nachdenken.

Die Energiewirtschaft hingegen hat viele Jahre kaum Interesse gezeigt, Ladesäulen aufzustellen, und investiert nun. Dabei achten vornehmlich die Regionalversorger darauf, ihre Monopole zu schützen. Ihnen spielt die Komplexität des Energiewirtschaftsrechts in die Hände, wodurch große Einzelhändler lieber ihre Flächen vermieten, als selbst zum Stromanbieter zu werden.

Kein Wunder, wenn die Stromerzeuger da auch noch den Boom rund um die heimische Ladesäule bejubeln. So spendiert der Bund jedem Hausbesitzer seine eigene Wallbox für die Garage – und nimmt damit dem Energieversorger vor Ort die Aufgabe ab, auf Kundenfang zu gehen. Die Box wird einfach ans Stromnetz an- und damit der Vertrag mit dem Energieversorger abgeschlossen.

Keine bedingungslosen Subventionen

Einziger Lichtblick bleibt der Umstand, dass jeder unkompliziert den Stromanbieter wechseln kann. Doch ist die Wechselbereitschaft trotz Liberalisierung nicht sonderlich ausgeprägt, weshalb es vermutlich auch kaum innovative Geschäftsmodelle rund ums E-Tanken geben wird. Umso wichtiger ist es, dass das Bundeskartellamt den Markt genau unter die Lupe nimmt und die Politik aufhört, bedingungslos zu subventionieren.

Mehr: Ottmar Edenhofer im Interview – „Die Zeit, in der Klimapolitik die Bürger nichts kostete, ist vorbei“

Startseite
Mehr zu: Kommentar - Der junge Markt der E-Mobilität braucht Wettbewerb
1 Kommentar zu "Kommentar: Der junge Markt der E-Mobilität braucht Wettbewerb"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ja unbedingt müssen sich in Deutschland die Politik und Medien für Alternativen der Energienutzung öffnen, damit die Wirtschaft besser Rudern kann. Die Neutrinovoltaic bietet sensationelle Vorteile in der Energienutzung. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlichte dazu kürzlich: "Das ewige Licht - Der Beginn eines neuen Zeitalters"  Er begründet eindringlich, die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind bereit. Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos basiert auf neueste Forschungsergebnisse. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Mobile, dezentrale Haushaltsenergie und unendliche Reichweite für die Elektromobilität. Warum liest man dazu nur in Russland, INDIEN vermehrt und in D Kaum?

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%