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Kommentar Der Klimawandel wird teuer – für die Wirtschaft und die Bürger

Der Vorstoß von Kramp-Karrenbauer ist politisch richtig, aber schwierig umzusetzen. Durch den Zwist in der Regierungskoalition droht er zum Rohrkrepierer zu werden.
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Im ZDF-Sommerinterview sprach sich die CDU-Chefin für einen nationalen Klimakonsens aus. Quelle: dpa
Annegret Kramp-Karrenbauer

Im ZDF-Sommerinterview sprach sich die CDU-Chefin für einen nationalen Klimakonsens aus.

(Foto: dpa)

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat recht, wenn sie zu einem Klimakonsens aufruft. Das Thema ist zu groß und zu wichtig, dass es eine politische Kraft allein lösen könnte. Jetzt kommt das große Aber: Parallel zu dem Angebot eines runden Tisches zofft sich die Große Koalition in Gestalt von Svenja Schulze und Peter Altmaier in aller Öffentlichkeit.

Die Bundesumweltministerin will eine CO2-Steuer, die Bürger und Wirtschaft mit zwölf Milliarden Euro belastet. Viele fürchten, dass das nur der Anfang einer neuen Steuererhöhungsspirale ist. Zu den Skeptikern gehört auch Bundeswirtschaftsminister Altmaier, der per Interview sofort vor den Belastungen warnte. So geht man in einer funktionierenden Koalition nicht miteinander um.

Kramp-Karrenbauers Vorstoß droht in der Praxis ein Rohrkrepierer zu werden. Einzig FDP-Chef Christian Lindner sprang ihr sofort bei und ist bereit zu reden. Die Grünen werden einen Teufel tun, sich ihr Wahlkampfthema von Kramp-Karrenbauer wegmoderieren zu lassen.

Bei den Sozialdemokraten ist ohnehin fraglich, wen man zu den Gesprächen bitten würde. Schulze hat wenig zu sagen, wahrscheinlich würde wieder das Trio der kommissarischen Vorsitzenden auflaufen. Bei denen ist allerdings nicht sicher, wie viel Prokura sie haben.

Bleibt noch die Kanzlerin. Würde Angela Merkel an einem runden Tisch Platz nehmen und sich von der CDU-Chefin die Agenda diktieren lassen? Wohl kaum. Merkel war mal die Klimakanzlerin und will auf ihrer letzten Strecke im Amt keine „Pillepalle“-Politik machen.

Sie schafft es jedoch nicht, ihre Streithähne im Kabinett auf Linie zu bringen. Das ist insofern auch schwierig, weil es keine Linie in der Klimaschutzpolitik gibt.

Keiner traut sich, die Wahrheit auszusprechen, dass es richtig teuer für Bürger und Wirtschaft wird. Selbst die Grünen stellen den Menschen 100 Euro Energiegeld in Aussicht, als wäre der Klimaschutz fast geschenkt zu bekommen. Das Gegenteil ist der Fall.

Mehr: Die Diskussion um den CO2-Preis wird falsch geführt. Drei Gründe, warum die Emissions-Steuer anders debattiert werden muss.

„Es gewinnen die Bürgerinnen und Bürger, die sich klimafreundlich verhalten“

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3 Kommentare zu "Kommentar : Der Klimawandel wird teuer – für die Wirtschaft und die Bürger "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Solidaritätszuschlag=Umweltbeitrag....sofern nicht schon anderweitig verplant

  • ....was die Sache leider sehr erschwert ist, dass unsere konservative Ader...Sachen zu bewahren...genau das Gegenteil jetzt benötigt, nämlich mit tollen Innovationen und Veränderung im Verhalten...die Schöpfung zu bewahren...da hat uns Gott oder wer nicht daran glaubt irgend etwas anderes nun wirklichen den ultimativen Test auferlegt....

  • Die Grünen haben sehr wohl gesagt, dass es insgesamt teuer wird. Sie schlagen dafür einen millarden schweren Staatsfond vor. Natürlich ist das Dekarbonisieren der Wirtschaft kein Pille-Palle Projekt. Aber was ist die Alternative? Ich erinnere: Der Nordpol ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Meerestemperatur steigt dadurch noch schneller an, da die Einstrahlung nicht mehr zu 90% reflektiert wird. Dadurch schmilzt das Unterwasser Eis schneller weg als berechnet. Die Gefahr, das der Permafrostboden durchbricht...das ist die ultimative Büchse der Pandora ...Die Physiker sagen, dass dann die Klimaprozesse irreversibel sind...und wenn Physiker das sagen...dann meinen sie das so.

    Ich glaube, dass die Gesellschaft endlich kapieren muss, dass man mit Naturgesetzen keine Budgets aushandeln kann.

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