Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Der neue Flughafen von Peking ist eine Herausforderung für Europa

Pekings Mega-Flughafen Daxing setzt neue Maßstäbe und zeigt: Trotz der wachsenden Kritik am Fliegen muss in den Luftverkehr investiert werden.
01.10.2019 - 04:26 Uhr Kommentieren
Schon jetzt hat der Flughafen weltweit Standards gesetzt. Quelle: dpa
Der neue Flughafen in Peking

Schon jetzt hat der Flughafen weltweit Standards gesetzt.

(Foto: dpa)

Er ist schon jetzt ein Mythos: der neue Mega-Airport am Rand von Peking. Minimale Bauzeit, modernste Technologie, kurze Wege für die Passagiere – noch bevor in Daxing überhaupt der Betrieb so richtig aufgenommen worden ist, hat der Flughafen schon weltweit Standards gesetzt.

Es sind Standards, die sich Europäer und besonders die Deutschen genau anschauen sollten. Daxing zeigt, wie Fliegen in Zukunft funktioniert. Und Daxing zeigt, dass Investitionen in die Luftfahrtinfrastruktur wichtig sind – auch wenn sie unpopulär sind.

Mit Deutschland droht eine der führenden europäischen Wirtschaftsnationen beim Thema Luftfahrt den Anschluss zu verlieren. Die Flugsicherung etwa ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit – weder beim Thema Kapazität noch beim Thema Technologie.

Natürlich sind die Ursachen dafür auch in einer völlig verkorksten EU-Regulierung zu suchen. Aber zugleich hat Berlin die Deutsche Flugsicherung – ein Unternehmen, das dem Bundesverkehrsministerium unterstellt ist – viel zu lange und fahrlässig links liegen gelassen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Kaum besser sieht es beim Thema Flughäfen aus. Wo immer auch nur die Idee eines Ausbaus etwa von Terminalkapazitäten oder Pisten geäußert wird, bricht sofort der Sturm der Entrüstung los.

    Bei allem Verständnis für die lärmgeplagten Anwohner – der öffentliche Widerstand gegen solche Projekte hat dazu geführt, dass sich Planungsbehörden und Verantwortliche seit Jahren um notwendige Investitionsentscheidungen herumdrücken.

    Die Hoffnungen, dass sich diese desolate Situation künftig ändern wird, sind zuletzt eher geschrumpft als gewachsen. Denn zu den bereits existierenden Problemen gesellt sich ein weiteres: Der Luftverkehr wird in der aktuellen Klimadebatte immer mehr zum Buhmann.

    Es wird immer mehr geflogen, gleichzeitig wird immer negativer über das Fliegen diskutiert. Das klingt paradox, aber fest steht: Angesichts der emotional aufgeheizten Stimmung ist es unwahrscheinlich, dass sich ein Politiker für Investitionen in die Luftfahrtinfrastruktur einsetzen wird.

    Dabei spricht vieles dafür, gerade jetzt in den Verkehrsträger zu investieren. Erstens: Die neuen, weltweit führenden Drehkreuze, über die künftig große Teile der Verkehrsströme laufen werden, entstehen längst abseits von Europa, in Istanbul etwa oder eben in Peking.

    Nicht nur den Gestaltern zusehen
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Kommentar - Der neue Flughafen von Peking ist eine Herausforderung für Europa
    0 Kommentare zu "Kommentar: Der neue Flughafen von Peking ist eine Herausforderung für Europa"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%