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Kommentar Der neue Plan von Ralph Dommermuth ist clever, aber unrealistisch

Der deutsche Unternehmer will mit United Internet zum Netzbetreiber werden. Dabei könnte er die schwierige Lage der chinesischen ZTE ausnutzen.
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Bis zum 25. Januar muss sich der Unternehmer entscheiden, ob er sich an der Auktion für die 5G-Frequenzen in Deutschland beteiligen will. Quelle: Thies Rätzke für Handesblatt
Ralph Dommermuth

Bis zum 25. Januar muss sich der Unternehmer entscheiden, ob er sich an der Auktion für die 5G-Frequenzen in Deutschland beteiligen will.

(Foto: Thies Rätzke für Handesblatt)

Die deutsche Mobilfunkbranche ist in Aufruhr. Und der Grund liegt zu einem großen Teil bei Ralph Dommermuth. Der Gründer von United Internet (Marken wie 1&1 oder Web.de) hat die Idee in den Raum gestellt, mit der Auktion der Frequenzen für den Echtzeitmobilfunk 5G im kommenden Jahr selbst zum vierten Netzbetreiber in Deutschland aufzusteigen.

Bislang schien das Vorhaben eher unwahrscheinlich. Doch nun könnte er geschickt die schwierige Lage des chinesischen Netzwerkausrüsters ZTE nutzen.

Denn die Chinesen verlieren gerade ihren wichtigsten Großauftrag in Deutschland. Deswegen brauchen sie dringend wieder einen Erfolg. Der könnte in Form einer Partnerschaft mit United Internet kommen. Denn Dommermuth möchte zwar ein Netz nutzen können, aber es ist sehr aufwendig, teuer und langwierig, ein Netz in Deutschland aufzubauen.

Deswegen haben seine Unterhändler ZTE vorgeschlagen, dass die Chinesen ein Netz errichten, das United Internet dann leasen würde. Damit müsste ZTE und nicht United Internet die Risiken einer eigenen Infrastruktur tragen. Und Dommermuth hätte die hohen Infrastrukturausgaben nicht in seinen Büchern stehen.

Der Plan ist zwar clever gedacht. Aber es ist unwahrscheinlich, dass er jemals Realität wird. Deutschland begegnet chinesischen Firmen zunehmend mit Skepsis, besonders wenn es um kritische Infrastruktur geht. Da wäre es kaum vorstellbar, dass Berlin es einfach zulassen würde, wenn eines der zentralen Mobilfunknetze in Deutschland in der Hand eines chinesischen Anbieters wäre.

Am 25. Januar läuft die Frist ab. Bis dahin muss sich Dommermuth entscheiden, ob er sich an der Auktion für die 5G-Frequenzen in Deutschland beteiligen will. Und bis dahin muss er sich überlegen, wie er einen möglichen Ausbau gestalten will. So clever die Idee mit ZTE auch sein mag, wird sie sich in Deutschland nur schwer realisieren lassen.

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