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Kommentar Der neue Tiefstand der Thyssen-Krupp-Aktie ist ein Absturz mit Ansage

Ein Schnäppchen für Anleger: So billig wie jetzt war die Aktie des Industrieriesen Thyssen-Krupp noch nie zu haben. Das dürfte auch vorerst so bleiben.
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Thyssen-Krupp: Tiefstand der Aktie ist ein Absturz mit Ansage Quelle: dpa
ThyssenKrupp

Der Industriekonzern wäre nach aktuellem Stand nicht mal mehr im M-Dax.

(Foto: dpa)

Als der US-Investmentfonds Harris vor knapp einem Jahr mit einem dreistelligen Millionenbetrag bei Thyssen-Krupp einstieg, war das, wie immer an der Börse, eine Wette auf die Zukunft des Konzerns. Die sah zwar nicht rosig, aber immerhin vielversprechend aus. Per Aufspaltung wollte Vorstandschef Guido Kerkhoff damals die verborgenen Werte des weitverzweigten Industriekonglomerats heben.

Doch es kam anders: Der Kurs sackte dramatisch ab – und zwar so stark, bis sich das ganze Vorhaben am Ende nicht mehr rechnete. Nun steht Thyssen-Krupp wieder vor einer Neuausrichtung. Und wieder sind Investoren skeptisch, ob sich das Vorhaben rechnen wird – und schickten die Aktie auf weitere Talfahrt. Nach der Vorlage der Quartalszahlen in der vergangenen Woche war das Papier so günstig zu haben wie seit 16 Jahren nicht mehr.

Angesichts der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Industrie wirkt die Vorsicht der Anleger verständlich. Nicht nur musste Kerkhoff vor wenigen Tagen die Jahresprognose kassieren. Auch die Ratingagentur Moody’s hat ihren Ausblick für das Unternehmen am Donnerstag auf Ba3 gesenkt. Damit ist Thyssen-Krupp bloß eine Stufe vom Status einer Ramschanleihe entfernt, was den Abstieg nur beschleunigt.

Dass sich die Aktienperformance der Essener in naher Zukunft verbessert, ist unwahrscheinlich. Spätestens bei der nächsten Überprüfung der Dax-Zusammensetzung im Dezember dürfte der Ruhrkonzern aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem wichtigsten deutschen Börsenindex fliegen – was automatisch weitere Verkäufe und damit Kursverluste nach sich ziehen wird.

Mit einer Marktkapitalisierung von knapp sechs Milliarden Euro wäre Thyssen-Krupp derzeit nicht einmal im MDax unter den zehn wertvollsten Unternehmen. Hoffnung macht da allein das Gesetz von Angebot und Nachfrage: Je weiter der Preis sinkt, desto interessanter wird das Investment – auch für potenzielle Übernahmekandidaten.

Mehr: Die Stahlsparte ist das künftige Kerngeschäft des Ruhrkonzerns. Sie steckt allerdings in ernsten Schwierigkeiten.

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