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Kommentar Der öffentlich-rechtliche Bankensektor braucht dringend eine Konsolidierung

Endlich bewegt sich die Debatte um eine Zentralbank der Sparkassen. Doch einige Bundesländer fürchten um den Zugriff auf ihre Landesbanken.
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Bislang leisten vor allem einige Bundesländer aus dem Süden der Republik Widerstand gegen die Idee einer Sparkassenzentralbank. Quelle: dpa
Sparkasse

Bislang leisten vor allem einige Bundesländer aus dem Süden der Republik Widerstand gegen die Idee einer Sparkassenzentralbank.

(Foto: dpa)

List und Hartnäckigkeit kann man dem Sparkassenpräsidenten Helmut Schleweis nicht absprechen. Seit einiger Zeit wurde es bedenklich still um seine Idee einer Sparkassenzentralbank. Aber mit einem geschickten Coup hat Schleweis das Thema wieder ganz oben auf die Agenda gesetzt.

Seine Idee, möglichst viele Landesbanken zu einem zentralen Dienstleister für die Sparkassen zu vereinen, möglichst ohne Beteiligung der Länder, ist absolut richtig. Der öffentlich-rechtliche Bankensektor braucht dringend eine Konsolidierung. Dagegen leisten bislang vor allem einige Bundesländer aus dem Süden der Republik Widerstand, die den Zugriff auf ihre Landesbanken nicht verlieren wollen.

Dagegen kann sich Schleweis auf die Unterstützung der meisten Sparkassen verlassen, und genau diese Machtbasis nutzte er Anfang der Woche, um sein Lieblingsthema voranzutreiben. Die Verbandspräsidenten und die Landesobleute der Sparkassen forderten die Landesbank Hessen Thüringen und das Wertpapierhaus Dekabank auf, über eine Fusion zu sprechen. Die neue Großbank wäre dann so etwas wie der Nukleus einer künftigen Sparkassenzentralbank.

So sinnvoll diese Fusion wäre, so unsicher sind die Erfolgsaussichten für das Projekt. Der Beschluss vom vergangenen Dienstag ist erst einmal eine politische Willensbekundung. Die Eigentümer von Helaba und Deka sind daran nicht gebunden. Schon vor Jahren gab es Absichtserklärungen und sogar detaillierte Fusionspläne für die beiden Geldhäuser, die dann an der Zerstrittenheit der vielköpfigen Sparkassenfamilie scheiterten.

Bei der Sitzung in Berlin wurde also nicht die Fusion von Helaba und Deka beschlossen, sondern lediglich ein erster Schritt auf einem sehr langen Weg gemacht.

Aber ohne den ersten Schritt geht es überhaupt nicht vorwärts, und das können sich Schleweis und die Sparkassen nicht leisten. Dem Verbandspräsidenten kann man nur wünschen, dass er weder seine List noch seine Sturheit verliert.

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Mehr: Lesen Sie hier, warum Deutschlands Banken flexibler werden sollten.

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