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Kommentar Der öffentlich-rechtliche Finanzsektor muss sich reformieren

Die Zukunft der deutschen Finanzbranche hängt wesentlich vom Sparkassensektor ab – und der muss auf Dauer gewaltige Herausforderungen meistern.
03.03.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Es ist überfällig, dass der öffentlich-rechtliche Sektor nun im Rahmen des Projekts „Sparkasse reloaded“ seine Strukturen auf den Prüfstand stellt. Quelle: dpa
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Es ist überfällig, dass der öffentlich-rechtliche Sektor nun im Rahmen des Projekts „Sparkasse reloaded“ seine Strukturen auf den Prüfstand stellt.

(Foto: dpa)

Diskussionen über den deutschen Finanzsektor drehen sich häufig um die Commerzbank und die Deutsche Bank. Außer Acht gelassen wird dabei regelmäßig, dass ein großer Teil des Bankenmarktes vom öffentlich-rechtlichen Sektor beherrscht wird.

Die Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe beschäftigen rund 300.000 Mitarbeiter und kamen zuletzt auf ein jährliches Geschäftsvolumen von 2,8 Billionen Euro. Die Zukunft der deutschen Finanzbranche hängt folglich auch ganz wesentlich vom Sparkassensektor ab – und dieser steht vor gewaltigen Herausforderungen.

Denn das Geschäftsmodell der Sparkassen ist vom Zins abhängig – von seiner bloßen Existenz, von der Steile der Zinskurve sowie von der Fristen- und Risikotransformation. Durch die lange andauernde Niedrig- und Negativzinsphase ist dieses Geschäftsmodell ernsthaft gefährdet. Die meisten Institute haben darauf reagiert, Sparmaßnahmen eingeleitet und die Gebühren für ihre Kunden erhöht. Doch in vielen Fällen wird das nicht ausreichen, um dauerhaft zu bestehen.

Es ist deshalb überfällig, dass der öffentlich-rechtliche Sektor nun im Rahmen des Projekts „Sparkasse reloaded“ seine Strukturen auf den Prüfstand stellt, die an vielen Stellen zu komplex und zu teuer sind. Darüber hinaus muss es zu einer Konsolidierung unter den Spitzeninstituten kommen. Dass sich die Sparkassen nach wie vor vier größere Landesbanken, acht Landesbausparkassen sowie elf öffentliche Versicherer leisten, wirkt wie aus der Zeit gefallen.

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    Auch für den Finanzplatz Deutschland ist zu hoffen, dass sich die Sparkassen im Gegensatz zu vorangegangenen Reformüberlegungen am Ende zu spürbaren Veränderungen durchringen. Denn kleine kosmetische Eingriffe werden angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen nicht ausreichen, um das Überleben des öffentlich-rechtlichen Sektors dauerhaft zu sichern. In diesem Punkt geht es den Sparkassen nicht anders als der Deutschen Bank und der Commerzbank.

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