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Kommentar Der pragmatische Kurs von BMW könnte sich im Wettlauf mit Tesla rächen

BMW will für das Elektroauto seine Grundsätze nicht aufgeben. Doch der Markt wird nicht mehr von Pragmatikern bestimmt, sondern von Tesla.
18.02.2020 - 16:56 Uhr Kommentieren

BMWs Elektro-Offensive: Kann Tesla noch eingeholt werden?

Es sollte eine Revolution werden. Als BMW 2013 als erster deutscher Autohersteller sein Elektroauto „i3“ vorstellte, da wähnten sich die Münchener der Konkurrenz weit voraus. Bewusst hatte BMW das Auto außerhalb der normalen Produktions- und Entwicklungsprozesse angesiedelt, um sich möglichst radikal vom bisherigen Geschäftsmodell zu lösen. Das „Project i“ war der mutige Versuch, sich selbst zu disruptieren.

Doch der Erfolg des Autos ist bis heute mäßig, und BMW blieb auf Milliardeninvestitionen sitzen. Dank des SUV- und China-Booms stimmte die Rendite trotzdem. Die „i3“-Erfahrung hat BMW-Chef Oliver Zipse vorsichtig gemacht. Statt weiter auf eigens entwickelte Elektroautos zu setzen, folgt er wieder der gewohnten Entwicklungs- und Produktionslogik. Künftig sollen alle Modelle variabel als Verbrenner oder Elektroauto gebaut werden.

Das spart Entwicklungskosten und Investitionen in neue Werke, denn die Stromautos sollen künftig vom selben Band laufen wie konventionell angetriebene Modelle. Läuft eine Antriebsform nicht, dann wird einfach eine andere eingebaut. Den Anfang macht das Werk München, wo ab dem kommenden Jahr neben der konventionellen 3er-Reihe der „i4“ gebaut wird, ein Jahr später folgt in Dingolfing die 7er-Reihe.

Aus Sicht eines traditionellen Autobauers ist das eine pragmatische Lösung. BMW gönnt sich viel Zeit, um das Elektroauto in seine eigene Produktionslogik zu integrieren. Doch der Markt für Elektroautos wird nicht mehr von Pragmatikern bestimmt, sondern von Tesla. Firmengründer Elon Musk muss keine Werke füllen, in denen bislang Autos mit Verbrennungsmotoren gebaut wurden. Er geht nur den Weg des Stromautos und ist deshalb auch deutlich schneller als die etablierte Konkurrenz.

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    Wenn BMW-Chef Zipse seine neuen Stromer in den Markt schickt, dann sitzt die erste Generation von Elektrofans längst im Tesla. Diese wieder zurückzuholen wird ein harter Job für den BMW-Chef.

    Mehr: Handelsblatt-Redakteur Markus Fasse analysiert im Video die Chancen von BMW im Wettrennen gegen Tesla.

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