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Kommentar Der Staat sollte den Kauf von Belegschaftsaktien attraktiver machen

In Zeiten der Nullzinspolitik sind Mitarbeiteraktien eine sinnvolle Alternative. Allerdings erhöht es nicht die Akzeptanz, Aktien für nur 360 Euro pro Jahr steuerfrei erwerben zu dürfen.
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Wer nicht der Aktie, sondern seinem Sparbuch, der Anleihe oder anderen zinslosen Anlagen vertraut, wird sein Geld auf Dauer nicht mehren, sondern vernichten. Quelle: dpa
Börse in Frankfurt

Wer nicht der Aktie, sondern seinem Sparbuch, der Anleihe oder anderen zinslosen Anlagen vertraut, wird sein Geld auf Dauer nicht mehren, sondern vernichten.

(Foto: dpa)

Ein gutes Argument für den Kauf von Aktien des Arbeitgebers, wenn er denn welche anbietet, lautet: Je besser ein Unternehmen wirtschaftet, desto eher steigen sein Gewinn und Aktienkurs. Dazu trägt ein Arbeitnehmer mit seiner Leistung einen Teil bei. Er kann nicht nur per Gehaltsauszahlung profitieren, sondern als Mitaktionär auch von steigenden Kursen und Dividenden.

Hinzu kommt: Es muss schon sehr viel schieflaufen, dass man nach zehn oder mehr Jahren auf rote Zahlen im Depot aus Firmenaktien blickt, weil es in aller Regel für drei gekaufte Aktien eine Gratisaktie gibt. So ist es bei den meisten Unternehmen gängige Praxis. Obendrauf kommen oft weitere Boni.

Zugegeben, mit Aktien einiger Arbeitgeber laufen trotz aller Gratisaktien Verluste auf, wie der Kursverfall der Deutschen Bank beweist. Doch nichts im Leben ist ohne Risiko. Schwerer wiegt das Argument, dass sich der Arbeitnehmer ein Klumpenrisiko aufhalst: Der Arbeitgeber zahlt nicht nur das Gehalt, er soll auch noch das Vermögen mit Aktien mehren. Damit begibt sich ein Mitarbeiter in ein finanzielles Abenteuer.

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Doch dieses Risiko lässt sich zumindest minimieren, indem man nur einen kleinen Betrag in Firmenaktien steckt. Darauf achten im Übrigen die meisten Unternehmen, indem sie Obergrenzen für den Erwerb firmeneigener Aktien festsetzen. Der größere Teil des frei verfügbaren Geldes sollte in Aktien anderer Unternehmen fließen.

Am Ende ist der Staat gefordert, um die Mitarbeiterbeteiligung attraktiver zu machen. Aktien für nur 360 Euro pro Jahr steuerfrei erwerben zu dürfen hilft nicht wirklich, um die Akzeptanz zu erhöhen. Das Thema ist aktueller denn je, nachdem die Europäische Zentralbank erst am vergangenen Donnerstag ihre Nullzinspolitik auf unbestimmte Zeit verlängert hat. Eines ist sicher: Wer nicht der Aktie, sondern seinem Sparbuch, der Anleihe oder anderen zinslosen Anlagen vertraut, wird sein Geld auf Dauer nicht mehren, sondern vernichten.

Mehr: Nur wenige Konzerne in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern Aktien an – auch das Interesse seitens der Beschäftigten ist mäßig. Dabei lohnen sich die Programme fast immer.

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