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Kommentar Der steile Aufstieg des Bitcoins erreicht eine neue Qualität – doch harte Rückschläge drohen weiter

Für die einen zeigt der rasante Aufschwung, dass der Bitcoin endlich in der „normalen“ Finanzwelt angekommen ist. Andere glauben, dass die Zeit der wilden Spekulationswellen noch lange nicht vorbei ist.
28.12.2020 - 17:16 Uhr Kommentieren
Der Bitcoin eilt derzeit von Rekord zu Rekord. Experten sagen weitere Kursgewinne voraus. Quelle: dpa
Ein Mann hält eine nachgemachte Münze mit dem Bitcoin-Logo in den Händen

Der Bitcoin eilt derzeit von Rekord zu Rekord. Experten sagen weitere Kursgewinne voraus.

(Foto: dpa)

Investoren, die in diesem Jahr auf die Kryptowährung Bitcoin gesetzt haben, dürfte der neue Rekord am deutschen Aktienmarkt nur ein mitleidiges Lächeln entlocken. Denn der Kurs der Digital-Devise hat sich in den vergangenen zwölf Monaten beinahe vervierfacht. An der Frage, wie dieser beeindruckende Höhenflug zu bewerten ist, scheiden sich allerdings die Geister.

Für die einen ist der rasante Aufschwung ein Indiz dafür, dass der Bitcoin endlich erwachsen und in der „normalen“ Finanzwelt angekommen ist. Für die anderen zeigt die Rekordjagd, dass die Zeit der wilden Spekulationswellen noch lange nicht vorbei ist. Für diese Skeptiker sind die Flegeljahre der Kryptowährung längst noch nicht überstanden.

In guter dialektischer Manier führen in diesem Fall beide Argumente auf die richtige Spur. Der steile Aufstieg des Bitcoins in diesem Jahr hat tatsächlich eine neue Qualität, weil er anders als bei früheren Höhenflügen sehr stark von Großinvestoren getragen wird. Wall-Street-Veteranen von Paul Tudor Jones bis zu Stanley Druckenmiller haben in diesem Jahr ihr Herz für Bitcoin entdeckt.

Die Unterstützung solcher Investoren-Größen ist ein klares Zeichen für die wachsende Akzeptanz von Krypto als eigener Anlageklasse. Noch wichtiger ist die Entscheidung des Zahlungsdienstleisters Paypal, sein riesiges Netzwerk für Kryptowährungen zu öffnen. Damit könnten Bitcoin und Co. tatsächlich im Finanzalltag ankommen.

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    Aber das heißt noch lange nicht, dass die digitalen Devisen die Pubertät endgültig hinter sich gelassen haben. Hedgefonds-Manager Tudor Jones vergleicht die Kryptowährungen mit den Internetaktien Ende der 1990er-Jahre. Damals, im ersten Dotcomboom, wetteten die Anleger im großen Stil auf den Siegeszug des Internets. Diese Wette ging bekanntlich am Ende auf, aber der Weg dahin war chaotisch und extrem schmerzhaft.

    Weiter in der Strum-und-Drang-Phase

    Als die Technologieblase platzte, gingen Billionen an Marktkapitalisierung verloren. Firmen, die eigentlich die Welt erobern wollten, rutschten in die Pleite oder wurden für ein paar Dollar verscherbelt. Wer kennt heute noch Namen wie Digex, damals einer der ersten Internetprovider in den USA oder Boo.com, ein Pionier im Onlinehandel?

    Übertragen auf die Welt der Kryptowährungen heißt das: Die dahinterstehende Technologie wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach durchsetzen und zügig in den Mainstream vordringen. Aber solange sich der Markt in seiner Sturm- und Drang-Phase befindet, ist es extrem schwierig, die Gewinner vorherzusagen – und brutale Rückschläge sind jederzeit möglich.

    Mehr: US-Börsenaufsicht SEC erhebt Anklage gegen Blockchain-Unternehmen Ripple

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