Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Der Streit um falsche Zinsberechnung schadet der Riester-Rente

Das Ringen um Nachzahlungen aus Sparverträgen schadet dem Image der Riester-Rente. Das Vertrauen für diese Form der Altersvorsorge schwindet.
Kommentieren
Riester-Rente: Streit um falsche Zinsberechnung schadet Quelle: dpa
Riester-Rente

Manche Bank hat Zinsen von Riester-Sparverträgen zu ihren Gunsten berechnet.

(Foto: dpa)

Schon lange steht die Frage im Raum, ob Banken und Sparkassen die Zinsen in bestimmten Sparverträgen richtig dargestellt und berechnet haben – oder zu ihren Gunsten und somit zuungunsten der Kunden. Inzwischen zeichnet sich ab: Verbraucher haben oftmals zu wenig Geld erhalten. In mehreren Fällen müssen die Kreditinstitute Nachzahlungen leisten. Das zeigen Auswertungen von Verbraucherschützern.

Konkret geht es um eine bestimmte Form langfristiger Sparverträge und um Riester-Banksparpläne. Das Problem: Die variable Grundverzinsung dieser Verträge war nicht klar geregelt, die Geldhäuser konnten sie daher zu ihren Gunsten anpassen, was aber nicht erlaubt ist. Die Folge: Neuberechnung der Zinsen und Nachzahlungen. Doch selbst wenn Kreditinstitute – meist Sparkassen – nachzahlen, bleibt das mitunter hinter dem Betrag zurück, der laut Verbraucherschützern angemessen ist.

Die fehlerhafte Berechnung von Zinsen und zu geringe Nachzahlungen – beides ist schlecht für das Image langfristiger Sparverträge und der Sparkassen. Dass es sich nicht um einige wenige Einzelfälle handelt, ist ebenfalls klar. Schließlich hat die Finanzaufsicht Bafin das Thema längst im Blick.

Besonders negativ dürften sich zu geringe Auszahlungen auf die Riester-Rente auswirken. Denn auch bei Riester-Banksparplänen taucht der Fehler auf. Dabei ist es um den Ruf der staatlich mit Zulagen und Steuervorteilen geförderten Riester-Rente ohnehin nicht gut bestellt. Die Verträge gelten als pflegebedürftig und teuer, die Renditen vielfach als überschaubar. Kein Wunder, dass die Nachfrage stagniert.

Zwar machen die Riester-Banksparpläne nur einen kleinen Teil aller Riester-Verträge aus. Doch eine falsche Zinsberechnung könnte das bereits geschwundene Vertrauen in diese Form der Altersvorsorge generell weiter mindern. Das gilt umso mehr, wenn Kunden um Nachzahlungen auch noch kämpfen müssen – und selbst diese noch zu gering sind.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Kommentar - Der Streit um falsche Zinsberechnung schadet der Riester-Rente

0 Kommentare zu "Kommentar: Der Streit um falsche Zinsberechnung schadet der Riester-Rente"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.