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Kommentar Der Übernahmestreit entwickelt sich für Metro zu einer gefährlichen Hängepartie

Im Interesse des Unternehmens müssen die Großaktionäre rasch eine Lösung finden. Denn der Streit ist Gift für den Handelskonzern.
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Daniel Kretinsky will den Handelskonzern übernehmen. Quelle: dpa
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Daniel Kretinsky will den Handelskonzern übernehmen.

(Foto: dpa)

Im Grunde hat Metro viele gute Nachrichten geliefert, die den Kurs bewegen könnten. So hat das Unternehmen es gerade geschafft, für den Vorstand eine Topmanagerin des US-Onlineriesen Amazon abzuwerben. Der geplante Verkauf des Chinageschäfts ist weit fortgeschritten und dürfte einen Milliardenbetrag in die Kasse bringen.

Die gerade veröffentlichten Ergebnisse des dritten Quartals waren besser als von Analysten erwartet. Und selbst der schwierige Verkaufsprozess der Tochter Real macht offenbar Fortschritte – wenn auch langsam.

Doch die Öffentlichkeit starrt ausschließlich auf den Versuch des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky, den Handelskonzern zu übernehmen. Als ob davon allein Wohl und Wehe von Metro abhingen. Auch das Management muss sich mit dieser Offerte befassen und sie für den Aufsichtsrat bewerten, was Aufmerksamkeit vom Tagesgeschäft abzieht. Und ins Unternehmen selbst bringt diese ungeklärte Situation ebenfalls Unruhe.

Für die Perspektive von Metro wäre es wichtig, dass diese gefährliche Hängepartie rasch beendet wird. Denn letztlich hängen auch die Zukunft des Vorstands und damit die Gesamtstrategie davon ab, welcher Eigentümer künftig das Sagen hat.

Kretinsky hat immer betont, dass er an die Zukunft von Metro glaubt und für sie gute Chancen in einem stärker digitalisierten Handel sieht. Auch die beiden Großaktionäre Beisheim und Meridian haben erklärt, dass sie das Ziel verfolgen, der Metro eine positive Weiterentwicklung in der Zukunft zu sichern.

Nun müssen beide Seiten diesen Worten Taten folgen lassen und rasch eine Entscheidung fällen, wie es weitergehen soll. Dabei sollte keine kreative Möglichkeit ausgeschlossen werden.

Vielleicht wäre es sogar denkbar, dass sich Kretinsky mit Meridian und Beisheim zusammenrauft und sie gemeinsam die Metro von der Börse nehmen. Alles wäre besser als weitere Ungewissheit. Denn die ist Gift für das Unternehmen.

Mehr: Metro droht zum Spielball der Investoren zu werden: Der tschechische Milliardär Kretinsky droht mit seinem Versuch, den Handelskonzern zu übernehmen, zu scheitern. Wichtige Aktionäre wollen mehr Geld.

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