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Kommentar Der ungeliebte Aktienmarkt rettet die Bilanz der deutschen Sparer

Die Deutschen haben mit Konten und Sparbüchern – den vermeintlich wertstabilen Anlagen – 2019 einen gigantischen Verlust eingefahren. Das sollte den Sparern zu denken geben.
02.01.2020 - 21:09 Uhr Kommentieren
Laut der DZ Bank liegen bereits 1,8 Billionen Euro einfach auf Konten herum. Quelle: dpa
Gestapelte Geldmünzen

Laut der DZ Bank liegen bereits 1,8 Billionen Euro einfach auf Konten herum.

(Foto: dpa)

Neue Zahlen für ein bekanntes Lamento: Die Deutschen sparen viel, aber falsch – weil sie zu wenig darauf achten, dass ihre Rücklagen auf der hohen Kante auch Rendite einbringen. Denn die allermeisten Anleger scheuen den Aktienmarkt mit seinen typischen Auf und Abs der Kurse – gerade mal jeder achte besitzt Aktien oder Investmentfonds.

Da uns aber infolge der Schwemme billigen Notenbankgelds der Zins abhandengekommen ist, kostet es, sein Geld auf Konten und Sparbüchern zu parken. Denn dort entwertet sich das Kapital. Und da die Deutschen immer ratloser werden, wohin sie ihr Geld bringen sollen, parken sie immer mehr einfach auf ihren Girokonten.

Das zeigt eine vorläufige Berechnung der DZ Bank: Demnach liegen nun bereits 1,8 Billionen Euro einfach auf Konten herum – das sind immerhin 27 Prozent des gesamten Geldvermögens von Privatpersonen. Anfang 2017 war es ein Viertel, Anfang 2014 gut ein Fünftel.

Zugleich sind die Zinssätze der Banken für Einlagen von privaten Kunden immer weiter gesunken. Bei Einlagen, Anleihen und auch Versicherungspapieren sank der Nominalzins nach Steuern und Kosten bis 2019 im Schnitt auf 0,7 Prozent. Der Zins konnte die Geldentwertung von 1,3 Prozent im vergangenen Jahr nicht ausgleichen. Damit haben die Deutschen mit diesen vermeintlich wertstabilen Anlagen einen gigantischen Verlust eingefahren: Allein für das abgelaufene Jahr beziffern die DZ-Banker ihn auf insgesamt 27 Milliarden Euro.

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    Dagegen hat neben einem eisernen Sparwillen der Deutschen auch der ungeliebte Aktienmarkt dafür gesorgt, dass das Geldvermögen privater Haushalte 2019 dennoch um sieben Prozent gestiegen ist auf satte 6,6 Billionen Euro. Trotz des geringen Aktien- und Fondsanteils von gut sieben Prozent und gut zehn Prozent des Geldvermögens haben Kursgewinne das Vermögen erkennbar um rund 184 Milliarden Euro erhöht.

    Nun war 2019 ein sehr gutes Börsenjahr. Doch ein Blick in die Historie zeigt, dass trotz der typischen Schwankungen Aktien auch langfristig hohe einstellige Renditen einbringen, also mehr als andere gängige Anlageklassen. Die Zahlen über die verlorenen Milliarden sollten Sparern zu denken geben. Ein Anteil Aktien oder Fonds im Depot birgt vor allem eines: Renditechancen.

    Mehr: Was Anleger aus dem schlechten Börsenjahr 2018 und dem guten abgelaufenen Jahr für 2020 lernen können.

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